Der heilige Andreas
Anonym
Die Vs. bezieht sich auf das Gemälde "Die heilige Agnes" (1637) von Guercino ehemals in einer englischen Privatsammlung (Salerno 1988, Nr. 163; Stone 1991, Nr. 146), 1993 bei Trafalgar Galleries in London. Wickhoff wies auf ein Gemälde Guercinos, die heilige Agnes darstellend, hin, das sich Anfang des 19. Jahrhunderts in der Sammlung des Malers A. J. Braun in Wien befand, das P. Gleditsch 1816 als Vorlage für seinen Reproduktionsstich diente. Dass Guercino dieses Sujet mehrfach ausführte, wird von Salerno (Salerno 1988, p. 404, Kommentar zu Nr. 344bis) dokumentiert. Die Rs. steht einem Gemälde gleichen Sujets nahe, das sich in der Pinacoteca Civica in Cento befindet und dem Umkreis des Cesare Gennari zugeschrieben wird (F. Gozzi, La Pinacoteca Civica di Cento, Bologna 1987, Nr. 73).
zitiert aus: Veronika Birke, Janine Kertész, Die italienischen Zeichnungen der Albertina. Generalverzeichnis, II, Wien/Köln/Weimar 1994, S. 1220, Nr. 2330.
