Rom, Palazzo Carpegna, Projekt mit Ovalhof, Situationsplan mit Grundriss des Piano nobile, Inv.…
Rom, Palazzo Carpegna, Projekt mit Ovalhof, Situationsplan mit Grundriss des Piano nobile
Rom, Palazzo Carpegna, Projekt mit Ovalhof, Situationsplan mit Grundriss des Piano nobile, Inv. Nr.: AZRom1019a
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Rom, Palazzo Carpegna, Projekt mit Ovalhof, Situationsplan mit Grundriss des Piano nobile

Francesco Borromini

1638-1660




Entwerfer:in (Bissone 1599 - 1667 Rom)
Zeichner:in (Bissone 1599 - 1667 Rom)
Date1638-1660
Object TypeArchitekturzeichnung
Object typeArchitectural drawing
Materials / TechniquesPapier, fest; Graphit und Rötel; Konstruktion, Zeichnung und Maßstab in Graphit, Beschriftung Graphit und Rötel, überall Durchstiche
Dimensions26,7 x 41 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberAZRom1019a
Im Kontext der Sammlung

Die „Gründerfigur“ der Architektursammlung ist Philipp Freiherr von Stosch (1691–1757), dem die ALBERTINA einen bedeutenden Bestand von rund 2.000 italienischen Architekturblättern des 16., 17. und frühen 18. Jahrhunderts verdanken.

Baron Stosch war einer der angesehensten Antikenkenner Roms, zugleich belesener Polyhistor und kauflustiger Amateur sowie Zwischenhändler von skulpturalen Fundstücken, Medaillen, Gemmen, Kupferstichen und Zeichnungen.

Ein wahrhafter „Glückstreffer“ war die Erwerbung des Nachlasses Francesco Borrominis, des Hauptmeisters der römischen Seicentoarchitektur. Baron Stosch legte darüber hinaus einen Bildatlas an, der in einer Art Generalaufnahme Frontalansichten der Fassaden aller namhaften römischen Bauwerke vereinigte.

Nach seinem Tod gelangte die gesamte Sammlung Stosch 1769 in Hamburg zur Versteigerung, wobei die 324 Klebebände des Atlas Stosch dank der Initiative des Bibliothekspräfekten Gerhard van Swieten an die k. k. Hofbibliothek in Wien gingen. Die Klebebände blieben bis 1841 in ihrer ursprünglichen Form erhalten, wurden dann aber aufgelöst und der Vue-Sammlung des Kupferstichkabinetts eingegliedert.

Als man 1905 eine eigene geografische Abteilung einrichtete, wurde der Bestand endgültig zerrissen. In die Kartensammlung gelangten über 3.800 Landkarten und Stadtansichten.

Der Kunsthistoriker Hermann Egger begann zu dieser Zeit, die architektonischen Handzeichnungen zu ordnen und wissenschaftlich zu bearbeiten. Nach Schaffung der Grafischen Sammlung ALBERTINA 1919 wurden die Bestände nochmals mit Blättern anderer Provenienzen vermengt.

Catalogue raisonné
  • A.K. Albertina 2000, XXI.23, S. 564
  • Bibliography
  • Borromini - Architekt im barocken Rom, hg. Von Christoph Luitpold Frommel und Richard Bösel, Ausstellungskatalog, Albertina, Wien 2000
  • Palazzo delle Esposizioni, Rom 1999
  • Mailand 2000, XXI.23, S. 564
  • Barbara Jette (Hg.), Francesco Borromini 1599-1667, Ati del Convegno, Musei Vaticani 2025, S.248
  • Provenance
  • Sammlung Philipp von Stosch / Atlas Stosch, Hofbibliothek
  • Online resources
    zum Werk

    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/117554/rom-palazzo-carpegna-projekt-mit-ovalhof-situationsplan-mImage Request
    Last edited28.04.2026