Hochzeit zu Kanaan (nach Veronese)
Noël Cochin
Kopie nach der Hochzeit zu Kanaan (Joh. 2, 1-12) Paolo Veroneses, die sich seit 1797 im Louvre befindet. Höchstwahrscheinlich handelt es sich um die Vorzeichnung zu dem bei Henri Mauperche verlegten und von einem der Cochins ausgeführten Stich (siehe HB CLVI. fol 18. Nr. 80), der in der Legende eine Widmung des Abbé de Marolles an den Abt von Bourgais aufweist. Weigert (1954, p. 27, Nr. 177) listet den in der Pariser Nationalbibliothek aufbewahrten Abzug (Bc. 14, fol. [p. 31] und Ed, 23 a, fol.) unter "Cochin (N.)"
auf. Die Maße der Radierung und der Zeichnung sind identisch; gegenüber Veroneses Gemälde verbreitert der Zeichner bzw. Stecher das linke Ende der Tafel. Das ineinander verschränkte Monogramm "NC" auf der Radierung läßt keinen genauen Schluß zu, ob es sich um Nicolas (wie die traditionelle Zuschreibung der Zeichnung dies anmerkt) oder um dessen Halbbruder Noel Cochin handelt, von dem ein Aufenthalt in Venedig überliefert ist, wo er Veroneses Gemälde, das erst 1797 aus dem Refektorium der Benediktiner von San Giorgio Maggiore nach Paris gelangte (siehe Pignatti 1976, p. 126, Nr. 131), in situ gesehen haben könnte.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 24, Nr. 366.
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