Bäume am Flussufer
Franz Innocenz Josef Kobell
1779-84
Traditionell #Ferdinand Kobell zugeschrieben. - Eine stilistisch, vor allem von der Technik und der Anlage auf blauem Papier her engstens verwandte, monumentaler konzipierte Ideallandschaft besitzt die Münchner Staatliche Graphische Sammlung (Inv. 5945). Diese wurde bereits provisorisch Franz Kobell zugeschrieben (Kartonnotiz). Ferdinand Kobell erwähnt in einem Brief "ein paar Kleine Zeichnungen meines bruders Franz, welche Er mir von Rom schickte", die die Technik des Arbeitens "mit schwartz, und weißer Kreyden auf blau, oder grau gefärbtes Papier" exemplarisch vorführen sollten (zit. nach Biedermann 1973, S. 64). Dadurch wäre nicht nur eine Hinweis auf die Existenz solcher Blätter im Werk Franz Kobells gegeben, die bisher noch in keiner Publikation abgebildet wurden, sondern auch auf ihre Datierung.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 111, Nr. 332.
