Johann Eleazar Schenau, "Die ruhende Sorge" oder "La Devineresse", Inv. Nr.: 6386
"Die ruhende Sorge" oder "La Devineresse"
Johann Eleazar Schenau, "Die ruhende Sorge" oder "La Devineresse", Inv. Nr.: 6386
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

"Die ruhende Sorge" oder "La Devineresse"

Johann Eleazar Schenau

1770-72




Künstler:in (Großschönau, Sachsen 1737 - 1806 Dresden)
Date1770-72
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSchwarze Kreide, auf dem oben angestückten Streifen Bleistift
Dimensions23,9 x 18,3 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number6386
Inscribedr.u. "1[?]" (Bleist.)
Signedl.u. "Schenau. del:" (Bleist.); r. u.: "1778" (Bleist.)
Markingsr.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

Unter dem Titel "Die ruhende Sorge. Ein würdiger Greis erleichtert mir das Leben." wurde die vorliegende Zeichnung in einem 1772 datierten (gleich großen seitenverkehrten) Stich von #C. G. Schultze publiziert (Albertina-Exemplar: HB CXXIX, fol. 39 oben); vgl. den Bericht über die Dresdner Akademieausstellung vom März 1772 in der "Neuen Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste", Bd. 16, 1. Stück, Leipzig 1774, S. 126f.: "[von Schulze] zwey Blätter nach Zeichnungen von Schönau [...] : 1) einen alten Mann, der Geld vor sich liegen hat und an den Fingern zu zählen scheint, mit der Unterschrift, die überrechnende Wohlthätigkeit; und dem Zusatze: 'Was kan ich wohl hiervon der armen Alten geben?', 2) Diese Alte an ihrem Tische mit offenen und leeren Schubladen; die Unterschrift ist: die ruhende Sorge, und darunter steht: 'Ein würdiger Greis erleichtert mir das Leben!'". Die Datierung auf dem Blatt stammt daher vermutlich von fremder Hand oder ist eine falsche Nachdatierung des Künstlers. - Der Stich von Schultze erschien, ebenfalls seitenverkehrt, noch ein zweites Mal mit französischem Titel und einer Textstelle aus# La Fontaines Fabeln: "La Devineresse. Son fait consistoit en Adresse Quelque terme de l'Art beaucoup de hardiesse Du hazard quelque fois, tout cela concouroit: Tout cela, bien souvent faisoit Miracle. (La Font. Fab. 15: Liv. 7.). Dessiné par Schenau Gravé par C. G. Schultze Dresden" (Albertina-Exemplar: AAD, Bd. 81, Bl. 28 oben). Nach einer neueren deutschen Übersetzung handelt es sich um die 14. Fabel des 7. Buchs: "Die Wahrsagerinnen"; für das Gegenstück des Alten mit dem Geld wurden Stellen aus der 3. Fabel des 12. Buchs: "Der Schätzesammler und der Affe", herangezogen.

 

zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 222, Nr. 741.

Catalogue raisonné
  • Gröning/Sternath 1997, 741
  • Bibliography
  • Anke Fröhlich-Schauseil, Schenau (1737-1806). Monografie und Werkverzeichnis der Gemälde, Handzeichnungen und Druckgrafik ..., Petersberg: Michael Imhof Verlag, 2018, Nr. Z67, Abb.
  • Provenance
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/18253/die-ruhende-sorge-oder-la-devineresseImage Request
    Last edited12.02.2018