Carl August Richter, Der Liebethaler Grund bei Dresden; rechts im Hintergrund die Festung König…
Der Liebethaler Grund bei Dresden; rechts im Hintergrund die Festung Königstein
Carl August Richter, Der Liebethaler Grund bei Dresden; rechts im Hintergrund die Festung Königstein, Inv. Nr.: 14880
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Der Liebethaler Grund bei Dresden; rechts im Hintergrund die Festung Königstein

Carl August Richter

1. Hälfte 19. Jahrhundert




Künstler:in (Wachau bei Dresden 1770 - 1848 Dresden)
Date1. Hälfte 19. Jahrhundert
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Schwarzgrau, Pinsel in Braun, laviert
Dimensions70,2 x 53,5 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number14880
Inscribed
Signedre. u.: "C A Richter ad Nat des." (Feder in Schwarz)
Markingsl.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

"Der Wasserfall im Liebethaler Grunde ohnweit Pirna, mit Sep. getuschte Zeichnung, von [Carl August Richter]." wurde 1803 auf der Dresdner Akademieausstellung gezeigt (Prause 1975, I, 1803/264). 1807 stellte Richter ein Blatt "Liebethaler Anhöhe, Abendbeleuchtung, man sieht in den tiefen Grund zum Wasserfall" aus (Prause 1975, I, 1807/273). - Im Kupferstichkabinett Dresden befindet sich eine vom Motiv her idente Sepia "Wasserfall im Liebethaler Grund bei Dresden" von #A. Zingg (Abb. in AK Bern 1985, Nr. 284, S. 70). Ein Vergleich der beiden Zeichnungen macht die bekannte Problematik der Autorschaft von Arbeiten, die in der Zingg-Werkstatt entstanden sind, evident. Bereits die äußeren Merkmale - Technik, Abmessungen - stimmen überein. Das Motiv wird bis auf ganz kleine Details getreu wiederholt. Die Bezeichnung "C A Richter ad Nat. des." und die Tatsache, dass 1803 und 1807 Blätter mit diesem Thema unter dem Namen Richters in der Akademieausstellung gezeigt wurden, spricht dafür, daß die Erstfassung auf C. A. Richter zurückgeht. Ob es sich beim Dresdner Blatt um eine Wiederholung Richters oder um eine Ausführung Zinggs handelt, läßt die Nähe der beiden Blätter und die Arbeitsweise in der Zingg-Werkstatt nur schwer beurteilen. Bemerkenswert ist jedoch, dass das Dresdner Blatt nur den Namensstempel von Adrian Zingg und nicht seine Signatur aufweist. Formale Unterschiede lassen sich nur im Vergleich des Vordergrundterrains feststellen. Das Dresdner Blatt weist einen für Zingg typischen Baumschlag im Vordergrund auf, während die Richtersche Zeichnung an dieser Stelle ornamentaleres Blattwerk kennzeichnet. Großformatige Ansichten der Sächsischen Schweiz in der Technik der kolorierten Umrißradierung von der Hand Richters unterstützen jedenfalls die Annahme, daß er ein so anspruchsvoll angelegtes Blatt bewältigen konnte.

 

zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 210, Nr. 705.

Catalogue raisonné
  • Gröning/Sternath 1997, 705
  • Bibliography
  • AK Adrian Zingg. Wegbereiter der Romantik, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
  • Kunsthaus Zürich
  • Dresden 2012, Kat. Nr. 110, Abb. S. 219
  • Provenance
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/18535/der-liebethaler-grund-bei-dresden-rechts-im-hintergrund-dieImage Request
    Last edited23.10.2014