Aesop, als Erzähler vor dem Volk auf einem Brunnen sitzend
Bonaventura Genelli
gegen 1851
Nach Ebert 1960, IV, Nr. 7 und 390, stammen die großformatigen, leider sehr schlecht erhaltenen Umrisszeichnungen Inv. 17305 und Inv. 17306 ursprünglich aus dem Besitz von Genellis Wiener Freund #Karl Rahl. Belegt ist jedenfalls, dass Rahl mit einem Brief Genellis vom 13. Dezember 1851 u. a. die Zusendung von "4 bei weitem größere[n] Zeichnungen" angekündigt wurde, "wovon 2 (Äsop u. Homer) Ihnen gehören." (Donop 1877, S. 27, Brief Nr. 3). Aus Rahls Nachlass müssen die Blätter in die Sammlung des Wiener Arztes Gustav Jurié gelangt sein, von dem sie die Albertina 1883 kaufte. Jurié (geb. 1841) zeigte sich tatsächlich als Liebhaber der Zeichenkunst, insbesondere der Kartonkunst Karl Rahls und wird in diesem Sinne auch Geschmack an der Stilhaltung Bonaventura Genellis gefunden haben (vgl. Ludwig Eisenburg, Das geistige Wien. Künstler-Schriftsteller-Lexikon, Bd. 2, Wien 1893, S. 238; Theodor von Frimmel, Lexikon der Wiener Gemäldesammlungen, Bd. 2, Wien 1914, S. 295ff.).
Als früheste Version des "Aesop" nennt Ebert ein geringfügig kleineres Aquarell, das über den Vorbesitz von Hermann Härtel heute dem Museum der bildenden Künste gehört (Ebert 1960, IV, Nr. 2). Es soll sich um dieselbe Arbeit handeln, die in einem zeitgenössischen Kunstkorrespondentenbericht aus Rom von 1829 dokumentiert ist. Weitere Jahresangaben kann Ebert anführen für eine Fassung, die von #Giovanni Morelli erworben wurde (1841), eine, die in den Besitz des Münchner Kunstvereins gelangte (1848), eine im Besitz der Weimarer Kunstsammlungen, die 1854 zuerst in München ausgestellt war, und schließlich ein Aquarell, das Genelli 1859 für den Wiener Baron von Sina schuf (Ebert 1960, IV, Nr. 4, 6, 9 und 10; Ebert 1971, Abb. 36 [Fassung für Baron Sina]).
Als früheste Version des "Aesop" nennt Ebert ein geringfügig kleineres Aquarell, das über den Vorbesitz von Hermann Härtel heute dem Museum der bildenden Künste gehört (Ebert 1960, IV, Nr. 2). Es soll sich um dieselbe Arbeit handeln, die in einem zeitgenössischen Kunstkorrespondentenbericht aus Rom von 1829 dokumentiert ist. Weitere Jahresangaben kann Ebert anführen für eine Fassung, die von #Giovanni Morelli erworben wurde (1841), eine, die in den Besitz des Münchner Kunstvereins gelangte (1848), eine im Besitz der Weimarer Kunstsammlungen, die 1854 zuerst in München ausgestellt war, und schließlich ein Aquarell, das Genelli 1859 für den Wiener Baron von Sina schuf (Ebert 1960, IV, Nr. 4, 6, 9 und 10; Ebert 1971, Abb. 36 [Fassung für Baron Sina]).
Künstler:in
Bonaventura Genelli
(Berlin 1798 - 1868 Weimar)
Dategegen 1851
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesBleistift; Bleistifteinfassungslinie um die Darstellung
Dimensions674 x 1080 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number17305
Inscribedverso: Mi.u.: "615" (Bleist.)
Signedrecto: re. unter der Einfl.: "B: Genelli fect:" (Bleist.)
Bibliography
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/19221/aesop-als-erzahler-vor-dem-volk-auf-einem-brunnen-sitzendImage RequestLast edited28.03.2012