Schwan, kleb an
Ludwig Richter
1853 ?
Das kleine Blättchen erwarb die Albertina aus dem Besitz von Rudolf Junk (1880-1943), 1924 bis zu seinem Tod Direktor der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien, einer bekannten Fachhochschule für Druck- und Reproduktionstechnik sowie Fotografie.
Die Darstellung erscheint seitenverkehrt und maßstabsgleich mit der Holzstichillustration des oben genannten Titels in der Ausgabe von Ludwig Bechsteins Märchenbuch von 1853 (Erste illustrierte Ausgabe, Leipzig, Georg Wigand, 1853, S. 204; Hoff/Budde 1922, Nr. 2108; vgl. Stubbe 1968, II, S. 1177). Es ist allerdings nicht bekannt, dass Richter seine Holzstichvorlagen auch auf Transparentpapier zeichnete. Man weiß vielmehr, daß er sie anfänglich auf normalem Papier "leicht contouriert und meist mit Sepia, selten mit schwarzer Tusche ausgeführt" ablieferte und sie später direkt auf den Holzstock zeichnete (vgl. Stubbe 1968, I, Einleitung S. 12). Aufgrund der Strich für Strich genauen Übereinstimmung des vorliegenden Blättchens mit dem fertigen Holzstich dürfte es sich wahrscheinlich eher um eine Transposition oder auch nur eine Kopie durch einen Reproduktionszeichner handeln. Ob damit Moritz Ferdinand Gringswald (1825-1857) angesprochen werden darf, der den Holzstich signierte, oder ob eventuell nur von einer spätere Nachzeichnung, einer Pause nach dem Holzstich oder sogar einer Fälschung zu sprechen ist, kann hier nicht weiter entschieden werden.
Die Darstellung erscheint seitenverkehrt und maßstabsgleich mit der Holzstichillustration des oben genannten Titels in der Ausgabe von Ludwig Bechsteins Märchenbuch von 1853 (Erste illustrierte Ausgabe, Leipzig, Georg Wigand, 1853, S. 204; Hoff/Budde 1922, Nr. 2108; vgl. Stubbe 1968, II, S. 1177). Es ist allerdings nicht bekannt, dass Richter seine Holzstichvorlagen auch auf Transparentpapier zeichnete. Man weiß vielmehr, daß er sie anfänglich auf normalem Papier "leicht contouriert und meist mit Sepia, selten mit schwarzer Tusche ausgeführt" ablieferte und sie später direkt auf den Holzstock zeichnete (vgl. Stubbe 1968, I, Einleitung S. 12). Aufgrund der Strich für Strich genauen Übereinstimmung des vorliegenden Blättchens mit dem fertigen Holzstich dürfte es sich wahrscheinlich eher um eine Transposition oder auch nur eine Kopie durch einen Reproduktionszeichner handeln. Ob damit Moritz Ferdinand Gringswald (1825-1857) angesprochen werden darf, der den Holzstich signierte, oder ob eventuell nur von einer spätere Nachzeichnung, einer Pause nach dem Holzstich oder sogar einer Fälschung zu sprechen ist, kann hier nicht weiter entschieden werden.
Zugeschrieben an
Ludwig Richter
(Dresden 1803 - 1884 Loschwitz)
Alternative Zuschreibung
Moritz Ferdinand Geringswald
(Dresden 1825 - 1857 Dresden)
Date1853 ?
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Schwarz, auf Transparentpapier, auf hellbraunes Untersatzpapier kaschiert
Dimensions7,1 x 12,1 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number26180
Inscribedl.u. Inv. Nr.
ProvenanceLast edited20.04.2012
