Stift Melk
Jacob Mayer
1830
Über die Identität des Künstlers können - über die in den alten Stammdatenblättern zu Inv. 14122 - 14125 und Inv. 14127 notierten Hinweise sowie über die aufgefundenen Belege von Mayers Ausstellungsbeteiligungen an der Wiener Akademie 1828 bis 1832 hinaus - keine genaueren Angaben gemacht werden.
Für den in der Schweizer Kunstgeschichte doch relativ bekannten #Johann Jakob Meyer (Meilen am Zürichsee 1787 - Zürich 1858; vgl. Brun, Bd. II, 1908, S. 397f.), als dessen Arbeiten die genannten Blätter sowie Inv. 30427 und Inv. 31051 zwischenzeitlich überliefert wurden, ist eine Beziehung zu Wien erst ab 1852 nachweisbar. Außerdem hat Meyer auch (noch 1840) in seinen selbst signierten Aquarellen mit "J. J. Meyer" unterzeichnet und würde wohl kaum im Laufe der Jahre seine eigene Schreibweise derartig abgewechselt haben (vgl. Kat. Sotheby's Zürich, Schweizer Kunst und Helvetica 18. bis 20. Jahrhundert, 1. 6. 1989, Nr. 9, m. Abb.; 18. 12. 1994, Nr. 48, m. Abb.).
Der Bildausschnitt mit der weitläufigen Einbeziehung der verhältnismäßig unprätentiösen aber doch rein malerisch ausgekosteten Landschaftsumgebung von Schloß Habsburg, die Breite und Offenheit der Aquarelltechnik sowie nicht zuletzt die ganz andere Handschrift in der Titelnotiz und Datierung rechts unten auf dem Blatt entspricht stilistisch nicht annähernd den Arbeiten, die hier aus den Jahren 1827 bis 1830 von Jacob Mayer (vgl. Inv. 14122 - 14125, 14127, 31051) zum Vergleich stehen.
