Achille-Etna Michallon, Blick auf Isola del Liri ("Isola di Sora"), Inv. Nr.: 42021
Blick auf Isola del Liri ("Isola di Sora")
Achille-Etna Michallon, Blick auf Isola del Liri ("Isola di Sora"), Inv. Nr.: 42021
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Blick auf Isola del Liri ("Isola di Sora")

Achille-Etna Michallon

1822




Künstler:in (Paris 1796 - 1822 Paris)
Date1822
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder, Pinsel in Braun, laviert, über Bleistiftvorzeichnung, auf Blendrahmen aufgeklebt
Dimensions18,8 x 28,7 cm
CreditWidmung von Sieglinde und Eckhart Knab 1995
Object number42021
InscribedAuf dem alten Blendrahmen in Bleistift: r.o. "9"; r.u. "Isola di Saura / Eigentum / E Knab / dedicatio / Albertinae / 1995 / EK / 250"; Verso: r.u. "A"; Karton verso: l.u. "196/15 Proprieta Montelupo"
Signedl.u. auf dem Felsblock "Michallon / 1822" (Feder in Braun)
Text

Die Darstellung zeigt eine felsige Landschaft mit Ziegen und zwei Frauen in Tracht mit Blick auf das Flusstal des Liris und den Ort Isola del Liri (bis ins 19. Jh. auch Isola di Sora genannt), den das Kastell Boncompagni überragt. Das Blatt entstand 1822 in Paris, als Michallon die Eindrücke seines Italienaufenthaltes nachträglich malerisch verarbeitet hat. Als Vorlage verwendete er seine 1819 nach der Natur ausgeführte Zeichnung (Paris, Musée du Louvre; AK Paris 1994, Nr. 79), die er bis auf wenige Details und unter Hinzufügung einer bildwirksamen Staffage nahezu ident wiederholt hat. Michallon beschriftete beide Veduten mit "Isola di Sora", dem auf einer Insel im Fluss Liris erbauten Ort in der Provinz Caserta, der wegen seiner malerischen Lage berühmt war und häufig dargestellt wurde. Das gewählte Bildschema entspricht der bereits seit #Lorrain und #Poussin gebräuchlichen klassischen Kompositionsform: Über einen erhöhten, dunklen Vordergrundstreifen mit dekorativen, rahmenden Bäumen wird der Blick auf das eigentliche, im Mittelgrund gelegene von Licht durchflutete Hauptmotiv gelenkt.
Michallon war von 1817 bis 1821 als Stipendiat der Académie de France in Rom, von wo aus er die Campagna und die Gegend um Neapel zeichnend und malend durchwanderte. Den Briefen an seinen Malerfreund #Léon Cogniet und an #Madame de l´Espine nach, weilte er sowohl im Oktober 1819 als auch im April 1820 jeweils einige Zeit in Isola di Sora  (AK Paris 1994, S. 39). Die Skizze des Louvre dürfte in Hinblick auf die noch reiche Belaubung eher im Herbst 1819 entstanden sein.

 

zitiert aus: Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Christine Ekelhart (Bearb.), Die französischen Zeichnungen und Aquarelle des 19. und 20. Jahrhunderts der Albertina. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. XI, Wien/Köln/Weimar 2007, S. 500, Nr. 229.

Catalogue raisonné
  • Ekelhart 2007, 229
  • Bibliography
  • Eckhart Knab, Michallon an den Ufern des Liris, in: A. Gnann, H. Widauer (Hg.), Festschrift für Konrad Oberhuber, Mailand 2000, S. 362-380, Abb. 11
  • Provenance
  • Widmung Sieglinde und Eckhart Knab 1995

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/22088/blick-auf-isola-del-liri-isola-di-soraImage Request
    Last edited16.09.2021