Porträt des Henri-Louis de la Tour d'Auvergne
Hyacinthe Rigaud
Einer sicheren Zuschreibung dieser Zeichnung an Rigaud, wie sie auch für F. 976/Inv. 11920 noch in Basans Versteigerungskatalog der Sammlung Mariette unter Nr. 1341 erscheint (siehe Basan 1775), glauben wir nicht uneingeschränkt. Die Zeichnung scheint uns v.a.in den Weißhöhungen von Werkstattmitarbeitern Rigauds zumindest retouchiert, wenn nicht überhaupt nach einer vom Meister begonnenen Arbeit fertiggestellt worden zu sein. Die Identifizierung dieses Porträts gelang mit einem von Georg Friedrich Schmidt 1739 im Gegensinn gestochenen Dreiviertelporträt des Comte d´Evreux, Louis de la Tour (siehe HB CXVII. 2. Fol. 24. Nr. 45). Darüber hinaus gibt es zwei mit der Zeichnung fast idente Porträtgemälde im Göteborgs Konstmuseum (Inv.Nr. 789) und in der Staatlichen Kunstsammlung in Kassel (siehe Gazette des Beaux-Arts, Chronique des arts, Nr. 122, p. 29). Ein Porträt Rigauds des Grafen von Evreux war im übrigen im Salon 1704 ausgestellt (siehe Nantes, Toulouse 1997, p. 305).
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 195f., Nr. 979.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/22393/portrat-des-henrilouis-de-la-tour-dauvergneImage Request