Egon Schiele, Bildnis Heinrich Benesch in Rückenansicht, Inv. Nr.: 32861r
Bildnis Heinrich Benesch in Rückenansicht
Egon Schiele, Bildnis Heinrich Benesch in Rückenansicht, Inv. Nr.: 32861r
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Bildnis Heinrich Benesch in Rückenansicht

Egon Schiele

1913




Sechs Jahre, nachdem Heinrich Benesch erstmals auf Egon Schiele aufmerksam wurde, und erst nach fast vierjähriger Freundschaft beginnt der Künstler an einem Gemälde Beneschs und dessen 17-jährigen Sohn Otto – späterer Direktor der Albertina – zu arbeiten. Die Bleistiftzeichnung des Kopfporträts ist in zeitlichem Zusammenhang mit dem Doppelporträt entstanden, stellt aber dennoch eine selbstständige Arbeit dar. Die geradezu widerspenstig gekritzelten Linien sind in der für das Jahr 1913 typischen Weise vielfach unterbrochen. Mit dem neuen Zeichenstil geht durch den optischen Zusammenschluss der grafischen Elemente eine neue Verfestigung der Großform und eine gesteigerte Plastizität einher. Die wenigen harten Striche, die den Oberkörper markieren, bilden suggestiv einen stabilen Sockel für das würdige Haupt von Heinrich Benesch.



Künstler:in (Tulln 1890 - 1918 Wien)
Date1913
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesBleistift auf Japanpapier
Dimensions47,5 x 32 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number32861r
Signedr.u. "EGON / SCHIELE / 1913"
Catalogue raisonné
  • Kallir Drawings 1990/1998, 1400
  • AK Schiele 1990, Nr.104
  • Provenance
  • 1959 erworben bei der 543. Kunstauktion Dorotheum, Wien, 12.-14. März 1959, lot 225

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    Last edited18.12.2024