Bildnis Heinrich Benesch in Rückenansicht
Egon Schiele
1913
Sechs Jahre, nachdem Heinrich Benesch erstmals auf Egon Schiele aufmerksam wurde, und erst nach fast vierjähriger Freundschaft beginnt der Künstler an einem Gemälde Beneschs und dessen 17-jährigen Sohn Otto – späterer Direktor der Albertina – zu arbeiten. Die Bleistiftzeichnung des Kopfporträts ist in zeitlichem Zusammenhang mit dem Doppelporträt entstanden, stellt aber dennoch eine selbstständige Arbeit dar. Die geradezu widerspenstig gekritzelten Linien sind in der für das Jahr 1913 typischen Weise vielfach unterbrochen. Mit dem neuen Zeichenstil geht durch den optischen Zusammenschluss der grafischen Elemente eine neue Verfestigung der Großform und eine gesteigerte Plastizität einher. Die wenigen harten Striche, die den Oberkörper markieren, bilden suggestiv einen stabilen Sockel für das würdige Haupt von Heinrich Benesch.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/264050/bildnis-heinrich-benesch-in-ruckenansichtImage Request