Brief von Egon Schiele an Franz Hauer vom 25. Jänner 1914, Inv. Nr.: ESA101b/recto
Brief von Egon Schiele an Franz Hauer vom 25. Jänner 1914
Brief von Egon Schiele an Franz Hauer vom 25. Jänner 1914, Inv. Nr.: ESA101b/recto
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Brief von Egon Schiele an Franz Hauer vom 25. Jänner 1914

Egon Schiele

25. Jänner 1914




Verfasser:in (Tulln 1890 - 1918 Wien)
Adressat:in (Weißenkirchen 1867 - 1914 Wien)
erwähnte Person(en) (Charkow, Ukraine 1898 - 1951 Paris)
erwähnte Person(en) (Athen 1871 - 1948 Wien)
erwähnte Person(en) (Agram 1870 - 1935 Bilbao)
erwähnte Person(en) (Tattendorf 1894 - 1917 Sinj, Kroatien)
erwähnte Person(en) (Ungarn 1862 - 1947 Wien)
erwähnte Person(en) (Striebach bei Lienz 1868 - 1926 St. Justina bei Bozen)
erwähnte Person(en) (Elbing 1873 - 1927 Baden-Baden)
Date25. Jänner 1914
Object TypeArchivale
Object typePaper from archives
Materials / TechniquesTinte (schwarz) auf Papier
DimensionsBlatt: 17,3 × 27 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberESA101b/recto
Transkription

[links letzte Briefseite:] erkennen werden, die mir abgesehen von dem |  Maler, – dem Künstler das Werkzeug | geben werden, damit er bilden kann. | ___________ | – ich wünsche Herr Hauer von Ihnen | den erhabenen Eindruck zu behalten; | darum erweisen Sie Sich [sic]. |  | ___________ | Herzliche Grüße | Egon Schiele.


[rechts Briefanfang:] Sonntag, 25. Jänner 1914. | Sehr geehrter Herr Hauer! | ich erwarte von Ihnen daß Sie mich am Dienstag | oder Mittwoch 2-4 h nachmittags besuchen werden | um eines oder beide Städte zu kaufen; – | Kommen Sie nicht wenn Sie Sich [sic] irgendwie miß- | trauisch zu mir oder meinen Vorschlag verhalten. | ich wünsche das darum von Ihnen, weil ich um die | Wahrheit zu gestehen, seit Sommer 1913 – 2500 K [Kronen] | Schulden habe, – ganz erklärlich, weil ich in der | langen Zeit vom August bis jetzt ein ganzes Bild | für 350 K [Kronen] verkauft habe. – Woher und auf | welche Art soll ich mich also fortbringen? – | Mit dem 19ten Jahre wurde ich selbständig. ich | hatte unzählige Hindernisse zu passieren, wie | keiner vielleicht, – das schwächt. – Diese | Hemmungen kamen in Bildern zum Ausdruck. | – Von den Kollegen waren alle Feinde; ich | begann Wien zu hassen, wollte in Krummau | einsam bleiben, – konnte aber nicht, weil | ich kein Geld zur Verfügung hatte. – ich brauchte | Wien und zog nach Neulengbach um einsam | zu sein und doch dabei Wien in nächster Nähe zu | haben. – ich wurde keusch! und das Schicksal | wollte es ./. 

Catalogue raisonné
  • Nebehay 633
  • Bibliography
  • Christian M. Nebehay, Egon Schiele 1890-1918. Leben, Briefe, Gedichte, Salzburg/Wien 1979
  • Provenance
  • Max Wagner, Wien
  • 1954 Albertina (Legat Max Wagner)

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/282549/brief-von-egon-schiele-an-franz-hauer-vom-25-janner-1914Image Request
    Last edited05.10.2021