Brief von Egon Schiele an Johannes Fischer vom 8. Juli 1915
Egon Schiele
8. Juli 1915
Verfasser:in
Egon Schiele
(Tulln 1890 - 1918 Wien)
Adressat:in
Johannes Fischer
(Feldsberg 1888 - 1955 Wien)
erwähnte Person(en)
Hans Boehler
(Wien 1884 - 1961 Wien)
erwähnte Person(en)
Edith Schiele
(Wien 1893 - 1918 Wien)
erwähnte Person(en)
Josef Hoffmann
(Brtnice (Pirnitz) 1870 - 1956 Wien)
erwähnte Person(en)
Bertold Löffler
(Nieder-Rosenthal bei Reichenberg 1874 - 1960 Wien)
Date8. Juli 1915
Object TypeArchivale
Object typePaper from archives
Materials / TechniquesTinte (schwarz, lila) auf Papier
DimensionsBlatt: 18,3 × 27,7 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberESA144r
TranskriptionDonnerst.
[Donnerstag] 8. Juli 1915. | Lieber Fischer – wenn ich in der Lage war Ihnen | irgendwie
helfen zu können so tat ich dies und | werde es immer tun. – Da ich meine eckelhaftesten
[sic] | Tage meines Lebens jetzt habe und ich mich von | hier nicht weg rühren
darf und auch zu wenig Zeit | habe so stelle ich an Sie einige Bitten. – Denken
| Sie Böhler der mir mündlich und schriftlich versprochen | hat den
Gehalt von monatl. [monatlich] 200 K. [Kronen] auch wenn ich | beim Militär
bin, zu schicken, hat mich bis jetzt | aufsitzen lassen – ich weiß nicht ob es
wirklich so | ist. – Daß ich hier mit meiner Frau Geld brauche | ist natürlich
und darum erfragen Sie bitte wo | und was mit Böhler ist. – Sie gehen bitte | am
besten zu Hoffmann. – Ich habe gestern | einen Brief an Hoffmann und Löffler
geschickt mit | dem Ersuchen, – ob ich nicht irgendwo durch diese | einen
Auftrag bekommen könnte, so daß ich | Urlaub bekäme. – Ich glaube dem Staat | mehr
zu helfen als durch das blöde stumpfsinnige | marschieren – bitte tun Sie was
Sie können – | wenn Hoffmann will, kann er es durchsetzen | siehe den kleinen
Zeitungsabschnitt – | zeigen Sie dies Hoffmann oder Löffler ||
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/283605/brief-von-egon-schiele-an-johannes-fischer-vom-8-juli-1915Image RequestLast edited18.01.2022