Brief vom K.u.k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister an Egon Schiele vom Februar 1918
K.u.k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 Ersatzbataillon
Februar 1918
Verfasser:in
K.u.k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 Ersatzbataillon
(Österreich)
Verfasser:in
Johann Freiherr von Odelga-Zakány
(Schärding 1872 - 1948 Wien)
Adressat:in
Egon Schiele
(Tulln 1890 - 1918 Wien)
erwähnte Person(en)
John Quincy Adams
(Wien 1874 - 1933 Wien)
erwähnte Person(en)
Josef Breitner
(Wien 1864 - 1930 Wien)
erwähnte Person(en)
Hugo Darnaut
(Dessau 1851 - 1937 Wien)
erwähnte Person(en)
Alois Delug
(Bozen 1859 - 1930 Wien)
erwähnte Person(en)
Hans Götzinger
(Wien 1867 - 1941 Dürnstein)
erwähnte Person(en)
Karl Friedrich Gsur
(Wien 1871 - 1939 Wien)
erwähnte Person(en)
Gustav Gurschner
(Mühldorf am Inn 1873 - 1970 Wien)
erwähnte Person(en)
Carl Leopold Hollitzer
(Bad Deutsch-Altenburg 1874 - 1942 Rekawinkel)
erwähnte Person(en)
Josef Jungwirth
(Wien 1869 - 1950 Södertorns Villastad, Schweden)
erwähnte Person(en)
Anton Hans Karlinsky
(Wien 1872 - 1945 Rossatz)
erwähnte Person(en)
Oscar Larsen
(Wien 1882 - 1972 Wien)
erwähnte Person(en)
Karl Stemolak
(Graz 1875 - 1954 Wien)
erwähnte Person(en)
Siegfried Stoitzner
(Wien 1892 - 1976 Krems an der Donau)
erwähnte Person(en)
Franz Theodor Zelezny
(Wien 1866 - 1932 Wien)
erwähnte Person(en)
Hans Ankwicz-Kleehoven
(Böheimkirchen 1883 - 1962 Wien)
DateFebruar 1918
Object TypeArchivale
Object typePaper from archives
Materials / TechniquesSchreibmaschine (schwarz) auf Papier
DimensionsBlatt: 33,7 x 20,7 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberESA917v
TranskriptionK.u.k. Infanterieregiment Hoch- und Deutschmeister Nr. 4 Ersatzbataillon. | E u e r H o c h w o h l g e b o r e n ! | Das Ersatzbataillon des k.u.k. Infanterieregiments Hoch- und Deutsch- | meister Nr. 4 beabsichtigt in der 2. Hälfte des Monates März l.J. in den | Räumen des Kunstsalons J.C.Wawra, Wien III., Lothringerstr. 14 zu Gunsten | des Witwen- und Waisenfonds nach gefallenen Deutschmeistern eine Kunstaus- | stellung mit anschliessender Auktion zu veranstalten, deren Bedingungen | unter Mitwirkung führender Vertreter der Wiener Künstlerschaft in nachfol- | gender Weise festgelegt wurden: Um dem geplanten Unternehmen den vollen | künstlerischen und materiellen Erfolg zu sichern, soll die Ausstellung | die Höchstzahl von 180 Werken der Malerei und Plastik nicht überschreiten, | wobei grundsätzlich nur Arbeiten von einwandfrei künstlerischen Qualitäten | – womöglich keine Kriegsbilder! – Berücksichtigung finden werden. Die | Teilung des Erlöses aus der Verauktionierung der Kunstwerke erfolgt in der | Art, dass 60 % des vom Aussteller festgesetzten Limitpreises dem ausstellen- | den Künstler, die restlichen 40 % dem Deutschmeister Witwen- und Waisenfonds | zufallen. Sollte der bei der Auktion erzielte Verkaufspreis den Limitpreis | übersteigen, so sind 30 % dieses Ueberschusses dem Künstler, 70 % dem | Deutschmeister Witwen- und Waisenfonds zugedacht, während der Limitpreis | selbst in jedem Falle im Verhältnis von 60 % : 40 % zwischen dem Künstler | und dem Witwen- und Waisenfonds geteilt wird. Eine Versteigerung u n t e r | dem Limitpreise ist n i c h t gestattet; Werke, die keinen Käufer finden | sollten, werden nach Schluss der Auktion dem Einsender wieder zurückge- | stellt. | Die Eröffnung der Ausstellung soll Samstag den 16. März 1918, die Auk- | tion Dienstag den 26. März stattfinden. Schon heute gibt sich in den Krei- | sen der Wiener Künstler ein reges Interesse für diese Veranstaltung kund | und sind dem Ersatzbataillon auch bereits von einer Reihe hervorragender | Künstler wie J.Qu.Adams, Prof.J.Breitner, Prof.H.Darnaut, Prof.A.Delug, | H.Götzinger, F.K.Gsur, G.Gurschner, K.H.Hollitzer, Prof.J.Jungwirth, | A.Karlinsky, O.Larsen, K.Stemolak, Stoitzner [Anm.: vermutet wird Siegfried Stoitzner, da das Deutschmeister Museum in Wien mehrere Kriegsbilder des Deutschmeisterregiments von ihm besitzt], Prof.F.Zelezny, u.a. Zusa- | gen zugekommen, deren Namen dafür bürgen, dass die bevorstehende Ausstel-
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