Brief von Willy Lidl an Egon Schiele nach dem 2. März 1911
Willy Lidl
nach dem 2. März 1911
Verfasser:in
Willy Lidl
(Linz 1892 - 1921 Ried im Innkreis)
Adressat:in
Egon Schiele
(Tulln 1890 - 1918 Wien)
erwähnte Person(en)
Arthur Roessler
(Wien 1877 - 1955 Wien)
erwähnte Person(en)
Max Tschunko
(Krumau, Böhmen)
Datenach dem 2. März 1911
Object TypeArchivale
Object typePaper from archives
Materials / TechniquesTinte (schwarz) auf Papier
DimensionsBlatt: 21 x 17 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberESA946r
TranskriptionLieber Schiele! Da schicke ich ihnen einige Apho- | rismen über „Kunst und Welt". Es ist zwar | in diesen wenigen Worten furchtbar viel gesagt, | aber ich glaube, daß sie doch noch so verständlich | sind, daß sie veröffentlicht werden können. Wenn | sie mir auch nicht genommen werden, bin ich | doch davon überzeugt, daß sie etwas sind und | ich hoffe, daß Sie mich verstehen werden. Kühn | ist es. Ich weiß nicht ob schon jemals das ganze | Sein so erklärt wurde. Bitte zeigen Sie die zwölf | Aphorismen Herrn Arthur Rössler. Vielleicht kann | er sie in den „bilden[den] Künstlern" unterbringen. | Auf Honorar verzichte ich natürlich. Auf eine an- | dere Zeitschrift reflektiere ich gar nicht. Ich glau- | be immer, daß ich nicht verstanden werde. | Bitte schreiben Sie mir bald. | Am Montag wird mit der Arbeit im Gartenhaus [Anm.: Schiele´s Gartenatelier in Krumau http://infoservis.ckrumlov.info/docs/de/Egon_Schiele_Atelier_otevreni_verejnosti_062015.xml§] | begonnen. Der Maler Weiß konnte mir keinen
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/296257/brief-von-willy-lidl-an-egon-schiele-nach-dem-2-marz-1911Image RequestLast edited05.03.2021