Max Peiffer Watenphul, Stillleben mit rotem Mohn, Inv. Nr.: GE270DL
Stillleben mit rotem Mohn
Max Peiffer Watenphul, Stillleben mit rotem Mohn, Inv. Nr.: GE270DL
Credit: ALBERTINA, Wien - Sammlung Batliner Image: ALBERTINA, Wien Copyright: © Alessandra Pasqualucci, Rom

Stillleben mit rotem Mohn

Max Peiffer Watenphul

1929




Künstler:in (Weferlingen bei Helmstadt 1896 - 1976 Rom)
Date1929
Object TypeGemälde
Object typePainting
Materials / TechniquesÖl auf Leinwand
Dimensions65 × 79 cm
Rahmenaußenmaß: 91 × 104,5 × 6 cm
CreditALBERTINA, Wien - Sammlung Batliner
Object numberGE270DL
Signedr.o.: "Watenphul 29"
Text

Betrachtet man Bilder wie dieses 1929 entstandene Stillleben, fällt es schwer zu glauben, dass ihr Schöpfer 1919-1921 Schüler am deutschen Bauhaus in Weimar gewesen war und dort mit so bedeutenden Pionieren der Abstraktion wie Johannes Itten oder Wassily Kandinsky in Kontakt gestanden hatte. Nun weiß man allerdings auch, dass dem angehenden Künstler schon damals mehr daran lag, Beziehungen zu den Malern der Neuen Sachlichkeit zu knüpfen, insbesondere zu ihrem Hauptmeister Otto Dix, dem er über Jahre freundschaftlich verbunden blieb. Viele stilistische Eigenheiten dieses neuen radikalen Realismus flossen im Laufe der zwanziger Jahre in Peiffer Watenphuls Werk ein, und wie alle neusachlichen Maler entwickelte er eine große Verehrung für die naive Malerei und die Volkskunst.

In seiner eigenen Malerei bevorzugte Peiffer Watenphul zeitlebens zwei Tätigkeitsfelder: das Stillleben und die Landschaft. Die Stillleben, die er um 1930 schuf, sind alle ähnlich konzipiert wie das vorliegende Bild. Es sind schlichte Zusammenstellungen aus Blumen und Früchten, Geschirr und Büchern, die der Künstler immer vor eine bildflächenparallel angelegte neutrale Fläche zu setzen pflegt. Im vorliegenden Fall handelt es sich um eine schiefergraue Wand, deren Aufgabe es ohne Zweifel ist, die hellen Farben der Blumen und Gegenstände noch mehr zum Leuchten zu bringen. Die meisten dieser Stillleben schuf der Künstler in Essen, wo er von 1927 bis 1931 an der renommierten Folkwangschule Malerei unterrichtete.

 


vgl. R. & H. Batliner Art Foundation (Hg.), Rudolf Koella (Konzept und Red.), R. & H. Batliner Art Foundation. Neuerwerbungen 2005-2011 (Kat. Best. R. & H. Batliner Art Foundation, Vaduz 2012), Vaduz 2012, S. 46, Kat. 68.

Catalogue raisonné
  • Grace Watenphul Pasqualucci/Alessandra Pasqualucci, Max Peiffer Watenphul, Werkverzeichnis, Köln 1989, Bd. 1, Nr. G 123, Abb. S. 30
  • Koella 2012, 68
  • Bibliography
  • Grace Watenphul Pasqualucci/Alessandra Pasqualucci, Max Peiffer Watenphul, Werkverzeichnis, Köln 1989, Bd. 1, Nr. 123, Abb. S. 30
  • R. & H. Batliner Art Foundation (Hg.), Rudolf Koella (Konzept und Red.), R. & H. Batliner Art Foundation. Neuerwerbungen 2005-2011 (Kat. Best. R. & H. Batliner Art Foundation, Vaduz 2012), Vaduz 2012, S. 46 f., Kat. 68, Abb.
  • Ausstellungen (laut Koella): Max Peiffer Watenphul, Kunstverein Haus Salve Hospes, Braunschweig 1948, o.Nr.
  • Max Peiffer Watenphul, Württembergischer Kunstverein Stuttgart, 1957, Nr. 30
  • Max Peiffer Watenphul, Kunstsalon Wolfsberg, 1974, Nr. 1
  • Max Peiffer Watenphul: Die Stillleben, Rupertinum Salzburg/Von der Heydt-Museum, Wuppertal 2001, Nr. 36, Abb.
  • Online resources
    zum Werk

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    Last edited04.04.2023