Bahnhofseinfahrt; Bahnhof Löbtau
Ernst Ludwig Kirchner
1911-1912
Bahnhofseinfahrt, Bahnhof Löbtau zählt zur Gruppe der Großstadtlandschaften, die Kirchner immer wieder malt. Die Eisenbahn und die Bahnhöfe als moderne Bauten der Technik gehören zum Bild der lebendigen Großstadt. Es ist eines von Kirchners letzten Bildern, die in Dresden entstehen, bevor er 1911 nach Berlin geht. Auffallend ist der gedämpfte grün-violette Farbklang des Gemäldes – eine Abkehr von der klaren, kräftigen Farbgebung früherer Bilder und wegweisend für sein Schaffen der Berliner Jahre. Stattdessen werden nun gebrochene Farben in nuancierten Schattierungen nebeneinandergesetzt. Anstelle der Leinwand verwendet Kirchner für dieses Bild einen Arbeitskittel. Kirchner zählt zu den Hauptvertretern des deutschen Expressionismus und ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe „Brücke“, die sich 1905 in Dresden formiert.
Approaching Löbtau Train Station belongs to the group of Kirchner’s cityscapes, a subject the artist revisited repeatedly. Modern technological structures, the railway, and train stations were part of the image of a lively metropolis. It is one of the last compositions Kirchner painted in Dresden before he went to Berlin in 1911. The conspicuous colour harmony of subdued green and violet tones marks his departure from the clear, powerful palette of his earlier paintings and anticipates the work of his years in Berlin, when he would use nuanced shades of broken colours. Instead of canvas, Kirchner resorted to a work coat as a support for this picture. Kirchner ranks among the main representatives of German Expressionism and was a founding member of the “Brücke” (Bridge) group that formed in Dresden in 1905.
Rahmenaußenmaß 110,3 × 140,3 × 4,5 cm
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/328281/bahnhofseinfahrt-bahnhof-lobtauImage Request