Weißkunig: Wie der junge weiße König das Fechten mit Schwertern und anderen Waffen erlernte
Leonhard Beck
1514-1516
Der Weißkunig wurde nach Ideen Maximilians von seinem Sekretär Marx Treitzsaurwein ausgearbeitet. Einen Großteil der Illustrationen entwarfen Hans Burgkmair d. Ä. und Leonhard Beck in Augsburg. Der Weißkunig erzählt, in der Tradition mittelalterlicher Heldenbücher, von Maximilians Vater, Kaiser Friedrich III., dem „alten weißen König“, und von Geburt, Kindheit, Jugend und Ausbildung des „jungen weißen Königs“, also Maximilians. Dieser präsentiert sich als „Wunderkind“ und als umfassend gebildeter Mensch. Seine Begabungen reichen vom Jagen oder Waffenschmieden bis zur Musik und Malerei und sogar zur Kochkunst. All dies macht Maximilian zum idealen Herrscher. Mit dem Jahr 1513 bricht die Erzählung ab, und das Gesamtwerk blieb durch den Tod des Kaisers unvollendet.
Dieses Exemplar der Albertina (DG2012/129): Ausgabe 1775, Sammelband mit 163 eingeklebten Holzschnitten.
Andere (Band): 40,8 x 28,5 x 5,5 cm (16 1/16 x 11 1/4 x 2 3/16 in.)
Wie schon bei Triumphzug und Theuerdank (Inv. 25205 - Inv. 25263 und Albertina, Inv. Cim. II/3) konzipierte der Kaiser auch diesen Text, den sein Privatsekretär Marx Treitzsaurwein ausarbeitete; darauf folgte die Arbeit am »Fragbuch« (1515; Wien, ÖNB, Cod. 3034), in dem der Kaiser auf Fragen seines Sekretärs antwortete sowie Korrekturen und Verbesserungen am Text und an den Holzschnitt-Illustrationen diktierte. Der Weißkunig sollte von Johann Schönsperger unter der Aufsicht Konrad Peutingers in Augsburg gedruckt werden. Hans Burgkmair d. Ä. (118 Holzschnitte, die meisten mit seinen Initialen »HB« monogrammiert) und Leonhard Beck (127 Holzschnitte) waren die Entwerfer eines Großteils der insgesamt 251 Holzschnitt-Illustrationen. Mit weiteren Bildern wurden Hans Schäufelein und Hans Springinklee betraut. Die meisten Druckstöcke wurden in der Zeit zwischen 1514 und 1516 geschnitten und sind mitsamt elf Bänden mit Probeabzügen erhalten geblieben. Treitzsaurweins Entwurf zur Buchgestaltung (Wien, ÖNB, Cod. 3032) und einige Probeseiten, die Holzschnitte und Schriftsatz kombinieren, machen deutlich, dass Bild und Text zwar in engem Bezug stehen sollten, wobei der Illustration aber mehr Bedeutung zugestanden wurde als im Theuerdank.
Hrsg. Eva Michel und Maria Luise Sternath, Kaiser Maximilian I. und die Kunst der Dürerzeit, Wien 2012, S. 288.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/333502/weikunig-wie-der-junge-weie-konig-das-fechten-mit-schwertImage Request