Bacchus und Ariadne auf Naxos
Charles Alphonse Dufresnoy
Von der internationalen Forschung ist diese traditionell Dufresnoy zugeschriebene Zeichnung bisher unbeachtet geblieben. Dies mag auf ihren Aufbewahrungsort in Band 33 der Französischen Schule in der Albertina zurückzuführen sein, der eigentlich Künstlern der Generation von François
Xavier Isabey (1738-1785), Claude Hoin (1750.1817) und Jean Jacques Lagrenée dem Jüngeren (1739-1821) vorbehalten ist und nur bei einer gezielten Suche nach Blättern dieses Künstlers aufgefunden worden wäre. Das Blatt läßt sich gut mit einer weiteren, stilistisch ähnlichen Zeichnung in der Ecole des Beaux-Arts in Paris (Inv. M 2896; "Armida entdeckt den schlafenden Rinaldo") vergleichen, das von Laveissière (Rom 2000, p. 82) nicht zuletzt wegen seiner bildhaften Ausführung auch mit der anderen in der Albertina aufbewahrten Zeichnung Dufresnoys (siehe F. 423) in eine Gruppe zusammengesehen wurde. Die Albertina besitzt damit zwei
wichtige Zeichnungen Dufresnoys, deren bildhaft-finale Ausführung und Raster für ein Stadium unmittelbar vor der Umsetzung in ein anderes Medium sprechen. Derartige Blätter sind im Oeuvre des Künstlers sehr selten anzutreffen. Leider konnten wir keine ausgeführte Version.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 39, Nr. 424.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/34488/bacchus-und-ariadne-auf-naxosImage Request