Studie für eine allegorische ? weibliche Figur, nach rechts gewandt
Friedrich von Amerling
um 1840
Zur Beschriftung:
"Helden laßt die Waffen ruhen / nehmet den Pokal zur Hand / eine hehre Kunde dringet / Durch das deutsche Vaterland / Tausend frohe Stimmen sangen / jubelnd einen Festgesang / dass der Schall der hehren Worte / Möchtig uns zu Ohren drang.
Aus dem tiefen dunklen Haine / Trauriger Vergessenheit / Hat uns eines deutschen Fürsten / Hoher Heldensinn befreit. / Wo sein Volk von Rebenhügeln / Glücklich in die Donau schaut / Wird uns eine weite Veste / Auf sein Königswort erbaut.
Dass wir jung und lebenskräftig / Unserm Volke neu erstehn', / Dass Germaniens spät'ste Enkel / Ihre tapfern Väter seh'n. / Dass das Blut in ihren Adern / Wieder höher, heisser wallt / Wenn der Klang der Jubellieder / Aus Walhalla mächtig schallt.
Lasst die Schilder froh erdröhnen / Nehmet den Pokal zur Hand, / Singet, dass es wiederhalle / In dem deutschen Vaterland. / Heil dem Fürsten, dem des Ruhmes / Ew'ge Sternenkrone lohnt, / Wenn er einst in späten Jahren / selber in Walhalla thront."
Ernst Förster (Text)/Josef Hartmann Stuntz: Heldengesang in Walhalla - gesungen erstmals zur Einweihung der "Walhalla", 18. Oktober 1830, in: Josef Anton Panghofer, Walhalla und Stauf an der Donau (1842), 2. verm. Aufl., Regensburg (Pustet) 1843, S. 41
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