Große männliche Figur (Figur 49)
Rudolf Hoflehner
1961
Hoflehner arbeitet bis 1951 mit Holz und findet nun in Eisen und Stahl das ihm adäquate Material. Bis 1954 und darüber hinaus entstehen abstrakte und ornamental abstrahierte Werke, doch bewirken eine Griechenlandreise und die Berührung mit der Antike ein neues Interesse am menschlichen Körper. Die Philosophie Albert Camus’ wird zu einem wesentlichen inhaltlichen Impuls, der das Werk über weite Strecken bestimmt. »Das Wilde, Barbarische und das Zivilisatorische eines technischen Zeitalters gingen gleichermaßen in des Künstlers Formenkanon ein. Mehr und mehr erhält sein Schaffen den Sinn symbolhafter Bewältigung einer als absurd empfundenen Existenz durch ein männliches, wehrhaftes Menschsein.« (Johann Muschik) Kraft, Aggression und die große Anstrengung des Standhaltens gegenüber der conditio humana sprechen aus seinem Werk. Das immer wieder variierte Thema Hoflehners ist die handelnde – männliche – Gestalt im Widerstand gegen äußere Kräfte Ein zutiefst existenzialistisches Weltbild grundiert die monumentalen Eisenskulpturen.
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