Sigmund Walter Hampel, Maler Theodor Alphons, Inv. Nr.: 19127
Maler Theodor Alphons
Sigmund Walter Hampel, Maler Theodor Alphons, Inv. Nr.: 19127
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Maler Theodor Alphons

Sigmund Walter Hampel

um 1893




Künstler:in (Wien 1867 - 1949 Nußdorf am Attersee)
Dargestellt (Krakau 1860 - 1897 Graz)
Dateum 1893
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesAquarell auf Papier
Dimensions22,4 × 16,6 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number19127
SignedRe. u.: "H" (in ein Rechteck eingeschrieben)
Text
Im Jahr 1905 stiftete die Hagengesellschaft der Albertina ein Konvolut von über 800 Zeichnungen. Zwar waren die ihr zugehörigen Künstler von der Bedeutung ihrer Vereinigung überzeugt, doch fand deren Rolle als entscheidende Wegbereiterin der Secession später oft wenig Beachtung. Immerhin vierzehn Mitglieder der Hagengesellschaft zählten 1897 zu den Begründern der neuen, progressiven Künstlervereinigung. Viele der verbliebenen Mitglieder formierten im Zusammenschluss mit weiteren Künstlern 1900 den Hagenbund. Die Mitglieder der Hagengesellschaft trafen sich ab 1880 regelmäßig, und schon bald wurden das Blaue Freihaus und das Café Sperl in der Gumpendorfer Straße ihre Stammlokale. Der Wirt des Blauen Freihauses war Josef Haagen, der namensgebend für die Ha(a)gengesellschaft wurde.

In geselliger Runde entstanden Zeichnungen voller Dynamik, meist sehr schnell aufs Papier geworfen, die die Künstler im Kaffeehaus oder als Karikaturen zeigen. Eine Reihe von Zeichenwettbewerben dokumentiert auf humorvolle Weise das „Vereinsleben“. Humor war allgegenwärtig. Viele Blätter lassen aber auch deutlich den Zug zum Jugendstil erkennen. Grotesken, Alltags- und Großstadtszenen entstanden ebenso wie idyllische Landschaften, und auch das Organ der Wiener Secession, die Zeitschrift Ver Sacrum, nahm immer wieder Anleihen bei den Mappen der Hagengesellschaft, um einzelne Zeichnungen in ihren Ausgaben abzubilden.

Die Hagengesellschaft war ein komplexes Netzwerk aus Freunden und Verwandten, dessen Stärke vor allem in seiner Heterogenität zu suchen ist. Die Mitglieder hatten so unterschiedliche Berufe wie Maler, Bildhauer, Fotograf, Architekt, Musiker, Komponist, Forscher, Bankbeamter, Finanzbeamter, Ingenieur, Richter, Journalist oder Cafetier. Entgegen bisher tradierten Erzählungen brach die Freundesrunde nicht durch die Gründung der beiden Künstlervereinigungen Secession und Hagenbund auseinander, sondern stand über Jahrzehnte in engem Kontakt und Austausch bis ungefähr 1950.

Bibliography
  • Elisabeth Dutz / Ralph Gleis (Hg.), Die Wiener Bohème. Werke der Hagengesellschaft (Ausst. Kat. Albertina, Wien 2025), Wien 2025, Kat. 6 (S. 51)

  • IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/en/objects/90354/maler-theodor-alphonsImage Request
    Last edited06.05.2026

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