Der Kaiserbesuch in Teplitz-Schönau (Guckkastenblatt)
Eduard Gurk
um 1835/36
Teplitz (bis 1945 Teplitz-Schönau), zwischen Erzgebirge und Böhmischem Mittelgebirge gelegen, besaß als Hauptquartier der Alliierten gegen #Napoleon im Jahr 1813 sowie als ältestes Heilbad Böhmens besondere Bedeutung. Im Aquarell Eduard Gurks wird die reiche Architekturkulisse mit der Dekanatskirche heiliger Johannes der Täufer links, der Schlosskirche mit dem angrenzenden im Empirestil umgebauten Schloss rechts und der Dreifaltigkeits- beziehungsweise Pestsäule (1719) im linken Vordergrund dazu benützt, die Eckpfeiler des konservativen europäischen Bündnisses von „Thron und Altar“, der Heiligen Allianz, nachdrücklich in Erinnerung zu rufen. Eine Erneuerung des Bündnisses anlässlich einer Zusammenkunft #Kaiser Ferdinands I. mit #König Friedrich Wilhelm III. von Preußen und #Zar Nikolaus I. von Russland fand 1835 in Teplitz statt und kann als unmittelbarer Anlass für die Entstehung dieses Aquarells gelten.
AK: Jakob und Rudolf von Alt, Im Auftrag des Kaisers, hrsg. von Klaus Albrecht Schröder und Maria Luise Sternath, Bad Vöslau 2010, S. 15, Abb. 8.
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