Große Hand mit gespreizten Fingern
Florentina Pakosta
1981
Florentina Pakosta zählt zu jenen Künstlerinnen ihrer Generation, die sich gegen jeden Widerstand von außen kompromisslos der Kunst verschrieben haben. Von Anfang an ist ihr Werk politisch und gesellschaftlich engagiert und reagiert vor allem auf die erlebte Diskriminierung von Frauen. Im Gegensatz zu anderen Vertreterinnen feministischer Kunst befasst sie sich nicht mit dem eigenen Körper als Projektionsfläche, sondern mit dem der mächtigen Männer. Fünf Jahrhunderte lang wurde die Frau vom Mann gesehen, dargestellt und nach seinen Bedürfnissen gedeutet. Jetzt schaut die Frau den Mann an, seine Aggression und Borniertheit.
Große Hand mit gespreizten Fingern ist eine aus einer Reihe von Arbeiten, in denen sich Florentina Pakosta ausschließlich Handhaltungen, speziell Dominanz- oder Herrschaftsgebärden als Ausdruck männlichen Machtstrebens, widmet. Die Künstlerin stellt in virtuosen Freihandzeichnungen ihre eigenen Hände in verschiedenen Gesten dar, die in ihrer Isoliertheit eine eigene starke Sprache sprechen. In diesem Fall gebietet die Hand entschieden Einhalt, duldet keinen Widerspruch.
In einer Reihe von Arbeiten widmet sich Florentina Pakosta ausschließlich Handhaltungen, speziell Dominanz- oder Herrschaftsgebärden als Ausdruck männlichen Machtstrebens. Zudem zeichnet die Künstlerin ihre eigenen Hände in verschiedenen Gesten, die in ihrer Isoliertheit eine ganz eigene starke Sprache sprechen: die geballte Faust als Ausdruck von Entschlossenheit, aber auch Aggression; die Hand mit gespreizten Fingern, die, nach außen gewendet, bremst und Einhalt gebietet; die hohle, nach oben geöffnete Hand, die Tatkraft und Relevanz vermittelt.
Ähnlich wie in ihren Gesichtsdarstellungen geht Pakosta hier dem breiten Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten nach.
Rahmenaußenmaß: 156,7 × 156,7 × 4,5 cm
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/101839/groe-hand-mit-gespreizten-fingernImage Request