Der Schweizer Krieg (Schwabenkrieg)
Meister PW von Köln (Meister PPW)
um 1500
Die Gesamtdarstellung besteht aus sechs Kupferstichen, die in der Albertina in drei Teilen inventarisiert sind: DG1928/363, DG1928/364, DG1928/365.
Der 1499 geführte Krieg um die Vorherrschaft im habsburgisch-schweizerischen Grenzgebiet endete für Maximilian mit einer Niederlage und führte die Entlassung der Schweiz aus dem Machtbereich des Reiches herbei. Der gedruckte Kupferstich ist der größte der Dürerzeit. Die fantasievoll gestaltete Landkarte der Gegend rund um den Bodensee bietet eine einzigartige Darstellung des Kriegsgeschehens und erschien wohl nach dem Sieg der Eidgenossen als aktuelles Gedenkblatt.
Am oberen Rand des mittleren Blattes steht die Erklärung des gesamten Stichs auf Lateinisch und auf Deutsch. Links ist das östliche Ende des Bodensees mit Bregenz zu sehen, im Hintergrund steht die Stadt Vaduz in Flammen. Rechts erkennt man die Gegend um den Rhein im Westen des Bodensees, und im Vordergrund verläuft die Donau („de Thonaw“). Rechts oben ist die Schlacht bei Dornach dargestellt, in der die königlichen Truppen von den Schweizern vernichtend geschlagen wurden.
Platte unten: 25,5 x 37,3 cm
Gesamtmaß aller drei Teile DG1928/363-365: 51,8 x 115,6 cm
Nachdem bereits Maximilians Schwiegervater Karl der Kühne 1477 in der Schlacht von Nancy gegen die Eidgenossen den Tod gefunden hatte, endete der von Januar bis September 1499 geführte Schweizer Krieg (Schwabenkrieg) um die Vorherrschaft im habsburgisch-schweizerischen Grenzgebiet für Maximilian I. ebenfalls mit einer Niederlage und führte die Entlassung der Schweiz aus dem Machtbereich des Reiches herbei.
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