Rom, San Pietro in Vaticano, Innenraum mit Hochaltarbaldachin, Inv. Nr.: AZRom762r
Rom, San Pietro in Vaticano, Innenraum mit Hochaltarbaldachin
Rom, San Pietro in Vaticano, Innenraum mit Hochaltarbaldachin, Inv. Nr.: AZRom762r
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Rom, San Pietro in Vaticano, Innenraum mit Hochaltarbaldachin

Gianlorenzo Bernini

1631




Entwerfer:in (Neapel 1598 - 1680 Rom)
Zeichner:in (Bissone 1599 - 1667 Rom)
Date1631
Object TypeArchitekturzeichnung
Object typeArchitectural drawing
Materials / TechniquesPapier, fein; Graphitzeichnung; Zeichnung in Graphit
Dimensions23,6 cm x 9,5 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberAZRom762r
Im Kontext der Sammlung

Die „Gründerfigur“ der Architektursammlung ist Philipp Freiherr von Stosch (1691–1757), dem die ALBERTINA einen bedeutenden Bestand von rund 2.000 italienischen Architekturblättern des 16., 17. und frühen 18. Jahrhunderts verdanken.

Baron Stosch war einer der angesehensten Antikenkenner Roms, zugleich belesener Polyhistor und kauflustiger Amateur sowie Zwischenhändler von skulpturalen Fundstücken, Medaillen, Gemmen, Kupferstichen und Zeichnungen.

Ein wahrhafter „Glückstreffer“ war die Erwerbung des Nachlasses Francesco Borrominis, des Hauptmeisters der römischen Seicentoarchitektur. Baron Stosch legte darüber hinaus einen Bildatlas an, der in einer Art Generalaufnahme Frontalansichten der Fassaden aller namhaften römischen Bauwerke vereinigte.

Nach seinem Tod gelangte die gesamte Sammlung Stosch 1769 in Hamburg zur Versteigerung, wobei die 324 Klebebände des Atlas Stosch dank der Initiative des Bibliothekspräfekten Gerhard van Swieten an die k. k. Hofbibliothek in Wien gingen. Die Klebebände blieben bis 1841 in ihrer ursprünglichen Form erhalten, wurden dann aber aufgelöst und der Vue-Sammlung des Kupferstichkabinetts eingegliedert.

Als man 1905 eine eigene geografische Abteilung einrichtete, wurde der Bestand endgültig zerrissen. In die Kartensammlung gelangten über 3.800 Landkarten und Stadtansichten.

Der Kunsthistoriker Hermann Egger begann zu dieser Zeit, die architektonischen Handzeichnungen zu ordnen und wissenschaftlich zu bearbeiten. Nach Schaffung der Grafischen Sammlung ALBERTINA 1919 wurden die Bestände nochmals mit Blättern anderer Provenienzen vermengt.

Catalogue raisonné
  • A.K. Albertina 2000, V.9, S. 312
  • Bibliography
  • Borromini - Architekt im barocken Rom, hg. Von Christoph Luitpold Frommel und Richard Bösel, Ausstellungskatalog, Albertina, Wien 2000
  • Palazzo delle Esposizioni, Rom 1999
  • Mailand 2000, V.9, S. 312
  • AK Stuttgart 1995, Staatsgalerie Stuttgart, Von Bernini bis Piranesi. Römische Architekturzeichnungen des Barock , Kat. 5, S. 52- 53
  • Maria Grazia D´Amelio, "Quatuor columnis non plus ultra": Giovan Lorenzo Bernini e i disegni per il baldacchino di San Pietro a Rom (1624-1633), in: Sybille Ebert-Schifferer et al. (Hg.), Bernini disegnatore: nuove prospettive di ricerca, Rom 2017, S. 307-340, Abb.12, S.322
  • Filippo Camerota und Marcello Fagiolo (Hg.), La Cittá del sole. Arte barocca e pensiero scientifico nella Roma di Urbano VIII, Roma 2024, S.398
  • Tanja Michalsky und Tristan Weddigen (Hg.), Bernini's architectural drawings, Römische Forschungen der Bibliotheca Hertziana, vol XXXVIII, München 2025, Vol 1, S. 72
  • Cristina Acidini et al (Hg.), Barocco il Gran Teatro delle Idee, Forli 2026, S. 196
  • Andrea Bacchi, Maurizia Cicconi (Hg.), Bernini and the Barberini, Turin 2026, Abb. S. 88
  • Provenance
  • Sammlung Philipp von Stosch / Atlas Stosch, Hofbibliothek
  • Online resources
    zum Werk

    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/117008/rom-san-pietro-in-vaticano-innenraum-mit-hochaltarbaldachiImage Request
    Last edited01.07.2026