Rom, Sant’ Agnese, Ovaltreppe, Inv. Nr.: AZRom1035
Rom, Sant’ Agnese, Ovaltreppe
Rom, Sant’ Agnese, Ovaltreppe, Inv. Nr.: AZRom1035
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Rom, Sant’ Agnese, Ovaltreppe

Francesco Borromini

1653-1657




Zeichner:in (Bissone 1599 - 1667 Rom)
Entwerfer:in (Bissone 1599 - 1667 Rom)
Date1653-1657
Object TypeArchitekturzeichnung
Object typeArchitectural drawing
Materials / TechniquesPapier, mittelstark; Graphitzeichnung; Konstruktion, Zeichnung, Maßstab und Beschriftung in Graphit; zahlreiche Durchstiche
Dimensions42 x 31,4 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object numberAZRom1035
Inscribedl.: "la lumaca(?) possono(?) / tenere alta di fuori e bassa / di dentro accio habbino maggior lume del celo et / non impediscano (...) / del architrave sotto / tutta l'altezza della scala / sara p.mi 24 si stara sotto( ...) / pavimento della galeria / p.mi 1/3 per li battenti nelli (...) / delle parte / che in tutto sra alto p.mi 2 (...) / e vi resterà nel pavimento (...) / un altro terzo di palmo / per il mattonato"; (darunter:) "ogni canna girata con il diametro / della lumaca che misurata in / piano a piombo alta p.mi 1 7/12 / ogni mezza Canna alta p.mi 2/3 1/24"; im Plan: "Principio", "catena" (zweimal); "fine"; Kotierungen
Im Kontext der Sammlung

Die „Gründerfigur“ der Architektursammlung ist Philipp Freiherr von Stosch (1691–1757), dem die ALBERTINA einen bedeutenden Bestand von rund 2.000 italienischen Architekturblättern des 16., 17. und frühen 18. Jahrhunderts verdanken.

Baron Stosch war einer der angesehensten Antikenkenner Roms, zugleich belesener Polyhistor und kauflustiger Amateur sowie Zwischenhändler von skulpturalen Fundstücken, Medaillen, Gemmen, Kupferstichen und Zeichnungen.

Ein wahrhafter „Glückstreffer“ war die Erwerbung des Nachlasses Francesco Borrominis, des Hauptmeisters der römischen Seicentoarchitektur. Baron Stosch legte darüber hinaus einen Bildatlas an, der in einer Art Generalaufnahme Frontalansichten der Fassaden aller namhaften römischen Bauwerke vereinigte.

Nach seinem Tod gelangte die gesamte Sammlung Stosch 1769 in Hamburg zur Versteigerung, wobei die 324 Klebebände des Atlas Stosch dank der Initiative des Bibliothekspräfekten Gerhard van Swieten an die k. k. Hofbibliothek in Wien gingen. Die Klebebände blieben bis 1841 in ihrer ursprünglichen Form erhalten, wurden dann aber aufgelöst und der Vue-Sammlung des Kupferstichkabinetts eingegliedert.

Als man 1905 eine eigene geografische Abteilung einrichtete, wurde der Bestand endgültig zerrissen. In die Kartensammlung gelangten über 3.800 Landkarten und Stadtansichten.

Der Kunsthistoriker Hermann Egger begann zu dieser Zeit, die architektonischen Handzeichnungen zu ordnen und wissenschaftlich zu bearbeiten. Nach Schaffung der Grafischen Sammlung ALBERTINA 1919 wurden die Bestände nochmals mit Blättern anderer Provenienzen vermengt.

Catalogue raisonné
  • A.K. Albertina 2000, II.15, S. 248
  • Bibliography
  • Borromini - Architekt im barocken Rom, hg. Von Christoph Luitpold Frommel und Richard Bösel, Ausstellungskatalog, Albertina, Wien 2000
  • Palazzo delle Esposizioni, Rom 1999
  • Mailand 2000, II.15, S. 248
  • Provenance
  • Sammlung Philipp von Stosch / Atlas Stosch, Hofbibliothek
  • Online resources
    zum Werk

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    Last edited04.10.2024