Jan Asselijn
Rembrandt Harmensz. van Rijn
um 1647
Jan Asselyn gehörte zu den berühmtesten "Italianisanten", wie jene niederländischen Künstler bezeichnet werden, die nach Italien reisten, um sich für mehrere Jahre in Rom niederzulassen. Jan Asselyn verblieb hier zwischen ca.1636 und 1647 und erhielt aufgrund der Missbildung seiner linken Hand von seinen niederländischen, in Rom weilenden Kollegen der lockeren Malergesellschaft "die Bentveughels" den Beinamen "Krabbetje" (Niederländisch für "kleine Krabbe").
Vermutlich fertigte Rembrandt noch im selben Jahr, in dem Asselyn in die Niederlande zurückkehrte (1647), die hier ausgestellte Porträtradierung an; es ist dies sein erstes radiertes Bildnis eines Künstlerkollegen. Der erste Zustand führt den elegant gekleideten Maler noch vor einer Staffelei mit einem seiner italianisierenden Bilder vor, wie im vorliegenden Exemplar; im zweiten Zustand wurde die Staffelei aus unbekannten Gründen entfernt, so dass sich der Dargestellte hier vor einem leeren Hintergrund zeigt. Auf die geistige und praktische Tätigkeit des Künstlers weisen in beiden Zuständen einige Bücher sowie eine Palette mit Pinseln hin. Während die ausgestreckte rechte Hand des selbstbewusst posierenden Malers auf dem vor ihm stehenden Tisch ruht, stützt sich die linke Hand in die Hüfte, wobei sich die Missbildung unauffällig versteckt. Im Fokus der Darstellung steht das behutsam detaillierte Gesicht, das durch den Gegensatz zur skizzenhaften Behandlung der Bekleidung, der Attribute und des Staffeleibildes eine umso stärkere Wirkung ausübt.
Vermutlich fertigte Rembrandt noch im selben Jahr, in dem Asselyn in die Niederlande zurückkehrte (1647), die hier ausgestellte Porträtradierung an; es ist dies sein erstes radiertes Bildnis eines Künstlerkollegen. Der erste Zustand führt den elegant gekleideten Maler noch vor einer Staffelei mit einem seiner italianisierenden Bilder vor, wie im vorliegenden Exemplar; im zweiten Zustand wurde die Staffelei aus unbekannten Gründen entfernt, so dass sich der Dargestellte hier vor einem leeren Hintergrund zeigt. Auf die geistige und praktische Tätigkeit des Künstlers weisen in beiden Zuständen einige Bücher sowie eine Palette mit Pinseln hin. Während die ausgestreckte rechte Hand des selbstbewusst posierenden Malers auf dem vor ihm stehenden Tisch ruht, stützt sich die linke Hand in die Hüfte, wobei sich die Missbildung unauffällig versteckt. Im Fokus der Darstellung steht das behutsam detaillierte Gesicht, das durch den Gegensatz zur skizzenhaften Behandlung der Bekleidung, der Attribute und des Staffeleibildes eine umso stärkere Wirkung ausübt.
Künstler:in
Rembrandt Harmensz. van Rijn
(Leiden 1606 - 1669 Amsterdam)
Dateum 1647
Object TypeDruckgraphik
Object typePrint
Materials / TechniquesRadierung, Kupferstich und Kaltnadel
DimensionsPlatte: 21,6 x 17 cm (laut New Hollstein)
CreditALBERTINA, Wien
Object numberDG1926/451
Edition1. Zustand (Seidlitz/Hollstein); 1. Zustand (New Hollstein)
Signedr.u. "Rembr(andt) / f. 16(...)" (die letzten beiden Ziffern unlesbar)
Catalogue raisonnéLast edited09.10.2025
