Mädchen im Wind am Meeresstrand
Robert Ker Porter
Dieses Blatt wurde wahrscheinlich für eine Illustration der Ode XVI Anacreons geschaffen. Der griechische Lyriker aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. erfreute sich im 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts in England großer Beliebtheit. Die erste Auflage (1800) von Thomas Moores zeitgemäßer und beliebter Übersetzung der Oden Anacreons enthält die Abbildung eines von Robert Ker Porter gezeichneten und von T. Nuggent gestochenen Cupidos. Die vorliegende Zeichnung steht in Bezug zu einer ähnlichen, aber weniger bekleideten, stehenden Figur, die von John Vendramini gestochen und am 16. April 1803 von John P. Thompson als Teil der Illustrationsserie für die Oden publiziert wurde. Porters Zeichnung ist die Illustration zu den folgenden Zeilen der Thomas-Moore-Übersetzung: "Now let a floating, lucid veil Shadow her limbs, but not conceal, A charm may peep, a hue may beam And leave the rest to Fancy's dream."
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Luke Herrmann (Bearb.), Die Englische Schule. Zeichnungen und Aquarelle britischer Künstler. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen der graphischen Sammlung Albertina (B. VII), Wien 1992, S.58, Nr. 31.
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