Juno im Pfauenwagen
Jonas Silber
Die breitere, betont volkstümliche und handwerklich vereinfachende Zeichenweise unterscheidet „Juno im Pfauenwagen“ und „Neptun“ (Albertina Inv. 24240) von jenen des Étienne Delaune (Albertina Inv. 24235, Inv. 24236, Inv. 24237,und Inv. 24238), mit welchem sie auf einem Passepartout vereint sind. Sie waren es auch in dem Delaune gewidmeten Kupferstichband der Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen und der ehemaligen Hofbibliothek, wo ebenfalls die Punzenstiche des Jonas Silber (Monogrammist „J.S.“) eingereiht waren, deren schwerfälligen Charakter die Zeichnungen teilen.
Vergleiche auch den Delaune zugeschriebenen Schalen- oder Punzenstichentwurf der Hamburger Kunsthalle (Inv. 1957/263; Abb. 57a) der im Stich lockerer ist und die unter den anonymen französischen Zeichnungen liegende Zeichnung des Louvre, welche die Erbauung einer Stadt, wohl Paris, schildert. (Louvre INV. 33457, Recto; http://arts-graphiques.louvre.fr/detail/oeuvres/1/12311-Le-construction-dune-ville-par-les-premiers-hommes-max§)
Eckhart Knab in: Konrad Oberhuber (Hg.), Die Zeichnungen der französischen Schule von Clouet bis Le Brun, im Selbsverlag der Albertina 1993, S. 94, F56.
