Perseus befreit Andromeda
Johann Sebastian Bach
um 1778
Ausgangspunkt für Bachs Beschäftigung mit dem Thema von "Perseus und Andromeda" ist ein Gemälde von #Peter Paul Rubens, das 1764 in die Bildergalerie von Schloss Sanssouci gelangte und sich heute in der Berliner Gemäldegalerie befindet (Inv.-Nr. 785, vgl. Gemäldegalerie Berlin SMPK. Katalog der ausgestellten Gemälde des 13.-18. Jahrhunderts. Berlin 1975, S. 372). Bach erhielt seine erste Ausbildung bei #Andreas Ludwig Krüger in Potsdam. Dieser gab 1768/69 Radierungen nach Gemälden der Galerie in Sanssouci heraus, und Bach, der gerade zu dieser Zeit Schüler Krügers war, hat diese Arbeiten sicherlich verfolgt. Drei Zeichnungen Bachs (Inv. 4979, Inv. 4980 und ein Blatt in den Kunstsammlungen der Veste Coburg, Inv.-Nr. Z 859, vgl. AK Heidelberg 1980, Nr. 9, Abb. 15) belegen die Beschäftigung des Künstlers mit diesem Thema. Das Coburger Blatt, das nur die Hauptgruppe mit Perseus und Andromeda wiedergibt, ist auf der Rückseite bezeichnet "J. S. Bach fec. Romae 1778." Das Albertina-Blatt Inv. 4979 setzt das Hauptmotiv in den Vordergrund und gibt einen weiten Blick in eine Ideallandschaft frei.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 21, 11.
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