"Dame in Morgenbekleidung"
Samuel Gränicher
1806-07
Vgl. Inv. 5365. - No. 4 der Costumes in Sachsen: "Wiewohl die Frauen von Stande in ihrem Anzuge sich weniger von denen der Nachbarländer unterscheiden, oft in Moden wechseln, und also keine eigentliche Nationaltracht haben, wie die Volksklassen; so hat man doch geglaubt, unter diesen Costumes wenigstens die heutige Mode unserer Damen aufnehmen zu müssen. - No. 4 stellt eine Dame dar, wie sie gewöhnlich spazieren gehen. Der Hut ist von italienischen Stroh und schwarz, mit beliebigen Bande garnirt. Der Schawl, welcher nun wieder herrschend geworden, ist gewöhnlich roth oder violett mit gelben seidenen, auch mit goldenen Franzen besetzt. Um den Hals trägt sie eine Schnur großer Bernstein oder Pourpouries. Die Chemise ist von feinen weißen Mouseline, und unten weiß gestickt. Der Sonnenschirm hauptsächlich darf keinem jungen Frauenzimmer, die einigen Anspruch macht, fehlen." (Textbuch)
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 62, Nr. 149.
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