"Wendische Amme"
Samuel Gränicher
1806-07
Vgl. Inv. 5365. - Nr. 11 der Costumes in Sachsen: "Nachdem was wir von den Weibern und Mädchen dieser Nation gesagt haben, bleibt über diese Amme wenig zu bemerken übrig. Ihr Anzug ist von dem der Mädchen nicht verschieden. Was ihre Qualität als Amme angeht, so zeichnen sie sich hierin sehr zu ihrem Besten aus. Sie sind von sehr gesunder Leibeskonstitution, haben gute und nahrhafte Milch und halten sich reinlich. Dieß macht natürlich, daß man sie gern annimmt. Auch bekommen sie in der Regel mehr Lohn, als Ammen aus Dresden oder der umliegenden Gegend." (Textheft)
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 64, Nr. 156.
