Johann David Schubert, "Hab' ich euch einmal erwischt!", Inv. Nr.: 6454
"Hab' ich euch einmal erwischt!"
Johann David Schubert, "Hab' ich euch einmal erwischt!", Inv. Nr.: 6454
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

"Hab' ich euch einmal erwischt!"

Johann David Schubert

1795-96




Künstler:in (Dresden 1761 - 1822 Dresden)
Date1795-96
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Schwarz, Feder und Pinsel in Grau, laviert
Dimensions8,2 x 4,8 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number6454
Markingsl.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

Wiedergabe der Darstellung mit dem oben zitierten Titel in einer Radierung von #Chr. G. Geyser als 1. Monatskupfer zur Anekdote im "Theater-Kalender auf das Jahr 1796 (Nebst Nachtrage von 1795)", Gotha 1796, S. 104f. (Albertina-Exemplar: AAD, Bd. 89, Bl. 103; Einfl. 81 x 48 mm). - Anekdote: "Eine kleine reisende Gesellschaft wollte Lanassa aufführen. Der Prinzipal ersuchte seine Wirtin, ihm das Holz zum Scheiterhaufen von ihrem Holzvorrath zu leihen, und da ihm dieß von der gutherzigen bewilligt wurde, so beorderte er seine sämtlichen Glieder, so viel Holz als nöthig war, aufs Theater zu tragen. Diese waren eben damit beschäftigt, als unvermuthet der Hauswirth durch die Hinterthüre in den Hof trat. Er wußte nichts von denen mit seiner Frau geschlossenen Traktaten, und von den Gebräuchen der Küste Malabar hatte er nicht die geringste Kenntnis. Er sah den Holzstall offen; brummend über die Unachtsamkeit seines Hausknechts, wollte er die Thüre zuschließen, als ihm die mit Holz beladenen Söhne Thaliens entgegenkamen. 'Ha! verdammte Spitzbuben' schrie er, 'hab' ich euch einmal erwischt? Gut, daß ich weiß, wo mein Holz hinkömmt,' und so fieng er an, gewaltig auf sie loszuschlagen. Seine Frau kam auf den Lärm herbey, und rettete die armen Indianer und Europäer, welche in dem besten Einverständnis die Materialien zur Verbrennung der unglücklichen Wittwe Deli unter ihren Mäntel trugen, von der Wuth ihres entrüsteten Gatten. Doch sah man noch bey der Vorstellung die traurigen Merkmale der Misverstands. Denn der Held Montalban erschien mit einem großen Pflaster über dem rechten Auge, und der hartherzige Oberbramin trug den linken Arm in einer Binde."

 

zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 233, Nr. 773.

Catalogue raisonné
  • Gröning/Sternath 1997, 773
  • Provenance
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18273/hab-ich-euch-einmal-erwischtImage Request
    Last edited13.03.2012

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