Johann Baptist Stuntz, Der Haupteingang in die Einsiedelei von Arlesheim, Inv. Nr.: 7213
Der Haupteingang in die Einsiedelei von Arlesheim
Johann Baptist Stuntz, Der Haupteingang in die Einsiedelei von Arlesheim, Inv. Nr.: 7213
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Der Haupteingang in die Einsiedelei von Arlesheim

Johann Baptist Stuntz

um 1789




Künstler:in (Arlesheim im Birstal 1753 - 1836 München)
Dateum 1789
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSpuren von Feder in Schwarzgrau, Aquarell, Deckfarbe
Dimensions15,5 x 23,2 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number7213
Markingsl.u.Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

Das Wohnhaus von Stuntz lag am Ende des Rundgangs in der "Solitude" von Arlesheim, und hier konnte man "Vues pittoresques de cette solitude et de l'ile de St. Pierre sur le lac de Bienne très-bien exécutées à la gouache, et plusiers autres desseins intéressants" kaufen (Description de la Solitude romantique d'Arlesheim à une lieue de Bâle. Porrentruy 1789, p. 14, zitiert nach Schaller 1990, S. 100, Anm. 110). Mit der Erwähnung der Gouachen von Stuntz in dem Parkführer von 1789 ist zugleich ein terminus ante quem gegeben. Dasselbe Datum erscheint auf dem Schriftfuß zur vorliegenden Darstellung (auf die Rückseite des Montierungskartons geklebt) und entspricht den Datierungen auf den zwei Varianten bzw. Fassungen zu Inv. 7212 und Inv. 7221 in der Kartensammlung der österreichischen Nationalbibliothek. Weitere Koordinaten bilden das Vorkommen des Gessner-Monuments und der Diogenesgrotte, die beide erst 1788 gebaut wurden (vgl. Heyer 1993, S. 33ff.). - Inwieweit mit den sechs Blättern unter den Inv. 7212 bis Inv. 7216 und Inv. 7221 eine vollständige Serie bezeichnet werden kann, ist nach dem gegenwärtigen Stand der Forschung nicht sicher. Auf eine Anzahl von über sechs deutet die Existenz einer Fassung der Ansicht von Birseck im zugehörigen Format (vgl. Inv. 7218). Die daneben wichtigere Bezugsgröße besteht in einem Bogen mit 18 kleinen Arlesheimer Ansichten in Medaillonform aus Privatbesitz, der wohl J. B. Stuntz zuzuschreiben ist (Abb. in AK Basel 1993, Nr. 136, Abb. 119). Genau eine solche Serie fand in einem Kunstbericht aus der Schweiz aus den Jahren 1792-94 Erwähnung (vgl. Meusel 1794-95, 4. Stück, Leipzig 1795, S. 466f.). Mit Ausnahme der fehlenden Diogenesgrotte lassen die Medaillons zum Haupteingang, zum Gessnermonument, zum Aufgang zur Apollongrotte, zum Eingang zum "Tempel des Todes" und zum Wasserfall von Lumppenstein Übereinstimmung mit den vorliegenden Ansichten erkennen. Auch dies deutet auf denselben Autor. Eine ebenfalls 18teilige Serie von Ansichten aus dem Arlesheimer Park soll Stuntz darüber hinaus in Aquatinten ausgeführt haben (vgl. P. Frh. von Freyberg. Maria Electrine Freifrau von Freyberg geb. Stuntz (1797-1847). Eine Münchner Malerin, Lithographin und Radiererin, in:"Oberbayerisches Archiv", Bd. 110, München 1985, S. 9). - Eine weitere, gleich große Fassung der vorliegenden Darstellung besitzt die Kartensammlung der Österreichischen Nationalbibliothek (FKB/Vues/Schweiz/Arlesheim, Blatt 7; 153 x 223 mm). Hier wurde in der Staffage das Besucherpaar an die Stelle des Mannes mit dem Sonnenschirm versetzt und trägt nun selbst den Schirm. Die Frau erscheint ohne Zeigegeste. Fast an der Stelle der sich bückenden Rückenfigur vor der Höhle steht jetzt der Mann mit Zylinder und Frack und zeigt hinauf zu der Gestalt auf der Brücke.

 

zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 254, Nr. 852.

Catalogue raisonné
  • Gröning/Sternath 1997, 852
  • Provenance
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18314/der-haupteingang-in-die-einsiedelei-von-arlesheimImage Request
    Last edited14.03.2012

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    Johann Baptist Stuntz
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