Christian Leberecht Vogel, "Christus stellt ein Kind unter seine Jünger, um ihnen ein Beispiel …
"Christus stellt ein Kind unter seine Jünger, um ihnen ein Beispiel der wahren Einfalt zu geben"
Christian Leberecht Vogel, "Christus stellt ein Kind unter seine Jünger, um ihnen ein Beispiel der wahren Einfalt zu geben", Inv. Nr.: 6721
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

"Christus stellt ein Kind unter seine Jünger, um ihnen ein Beispiel der wahren Einfalt zu geben"

Christian Leberecht Vogel

um 1790




Künstler:in (Dresden 1759 - 1816 Dresden)
Dateum 1790
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSchwarze Kreide, Feder und Pinsel in Braun, laviert, Aquarell, stellenweise mit Pinsel in Weiß gehöht
Dimensions21,3 x 41,2 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number6721
Markingsl.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

Eine seitenverkehrte, sonst nahezu identische Fassung der Zeichnung besitzt das Dresdner Kupferstichkabinett (Inv. C 2543; Feder in Braun, laviert und aquarelliert, über Kreide, r.u. sign. in brauner Feder "Christian Leberecht Vogel del.", 245 x 420 mm). Beide Fassungen stehen im Zusammenhang mit dem Altarbild, das Vogel 1790 für die Stadtkirche St. Laurentius in Lichtenstein, Sachsen, gemalt hat (vgl. Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmale des Königreichs Sachsen, 13. Heft: Amtshauptmannschaft Glauchau, bearb. von R. Steche, Dresden 1890, S. 19; Abb. in AK Zwickau 1994, S. 83, zu Nr. 37). Das Gemälde zeigt dieselbe Orientierung wie die vorliegende Zeichnung ,die im Unterschied zur Dresdner Fassung auch den Baum und die Steine am rechten Rand sowie die Architektur im Hintergrund abbildet.  - Unter dem zitierten Titel hat Vogel auf der Dresdner Akademieausstellung 1794 "Eine historische Skizze zu einem Altarblatt, in Oehl gemalt" gezeigt (vgl. Meusel 1794 - 95 3. Stück, Leipzig 1794, S. 261). Auf der Dresdner Akademieausstellung 1806 trat Vogel noch einmal mit dieser Darstellung auf: "Christus, wie er den Jüngern das Kind vorstellt, hat zwar manches Gute im Colorit, enthält aber dagegen auch manches Fehlerhafte in der Zeichnung. Uebrigens ist dieses Bild von einem Kupferstiche des Peter St. Bartholo nach Raphael entlehnt, und schon vor einigen Jahren von Hrn. Vogel gemahlt, und auch schon ausgestellt worden." (Meusel 1803 - 08, Bd. 2, Heft 1, Dresden 1807, S. 94f.; vgl. Meusel 1808 - 14, II, S. 488; die Nennung einer Reproduktion von #Pietro Santi Bartoli, wohl nach dem "Pasce oves meas" von #Raphael, als Vorbild dürfte auf einer Verwechslung beruhen, da von Bartoli nur Stiche nach den Bordüren der Tapisserien bekannt sind).

 

zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 275, Nr. 935.

Catalogue raisonné
  • Gröning/Sternath 1997, 935
  • Provenance
  • Herzog Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
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    Last edited20.03.2012