Italienische Landschaft mit tief eingeschnittenem Flussbett, im Vordergrund zwei Hirten mit Schafherde und Ziegen bei einer Janusherme
Johann Christian Klengel
1790-92
Die Bedeutung des Romaufenthaltes (1790-92) wurde für Klengel als eher gering angesehen. Erst Harald Marx betont in seinem Aufsatz über die Landschaft mit der Ruine des sogenannten Tempels der Minerva Medica ("Dresdener Kunstblätter", Jahrgang 16 [1972] Heft IV, S. 185ff.) die wesentlichen Veränderungen, die die Italienreise für Klengels Stil brachte. Marx hebt den Realismus der Darstellung, die präzisen Formen und die zunehmende Bewältigung in der Erfassung des Lichtes hervor. Auch die beiden Albertinablätter, die unmittelbar im Zusammenhang mit Klengels Romreise zu sehen sind (Inv. 14742, Inv. 14743), zeichnen sich durch eine exakte Wiedergabe der Landschaftsformationen der römischen Campagna aus. Durch die Signatur mit dem Zusatz "d'après la nature" im vorliegenden Blatt wird auch vom Künstler das Studium nach der Natur betont.
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 99, Nr. 289.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18458/italienische-landschaft-mit-tief-eingeschnittenem-flussbettImage Request