Blick auf die Borromeischen Inseln im Lago Maggiore
Peter Birmann
vor 1805
In den Details der Staffagemotive kommt die vorliegende Darstellung besonders einer größeren, 1790 datierten Sepiafassung im Kupferstichkabinett des Basler Kunstmuseums nahe (Inv. Bi 372.16). Dort erscheint die Isola Madre allerdings rechts leicht vom Bildrand angeschnitten, und rechts vorne neben den Figuren befinden sich anstelle des Busches zwei kleine Bäume, die das auf dem Wasser sich nähernde Boot einrahmen. Eine entschieden veränderte Figurenstaffage zeigen hingegen zwei kleinere Sepiafassungen und ein Aquarell (Inv. Bi 298.20, 298.21 und 372.36) sowie eine noch kleinere Sepiafassung, die zu den Entwürfen für Birmanns spätere Ansichtenfolge von den drei oberitalienischen Hauptseen gehört (Inv. Bi 299.4). - Die genannte große Sepia von 1790 müßte auf Birmanns Rückreise aus Rom entstanden sein, die 1790 in Begleitung von #Johann August Nahl erfolgte (vgl. Marr-Schelker 1970, S. 83). Möglicherweise bezieht sich das Datum aber auch nur auf den Prototyp dieser Fassung. Das vorliegende Blatt muß aus stilistischen Gründen auf jeden Fall vor 1805 entstanden sein (vgl. Inv. 5043).
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 31, 48.
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18685/blick-auf-die-borromeischen-inseln-im-lago-maggioreImage Request