Der Rheinfall bei Schaffhausen
Peter Birmann
1794
Eine etwas kleinere, 1793 datierte Aquarellausführung im Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel (Inv. Bi 368.78, 620 x 860 mm) läßt die Variationsmöglichkeiten zwischen zwei Fassungen innerhalb einer bestimmten Schaffensphase bei Birmann, hier bis ca. 1805, abschätzen. Auf dem Basler Blatt verdeckt noch ein verkrüppelter Baum im Vordergrund die Stelle, an der hier im Tal die Faßträger mit der Stange erscheinen. Der Baum links ist stärker an den Rand gerückt und stellt eine Eiche mit niedrigerem Stamm und oben nicht überschnittener Krone dar. - Die kleinere, 383 x 585 mm messende, gleichseitige Aquatinta von #Franz Hegi zeigt nur unerhebliche Varianten in der Staffage: bei Hegi findet man den Hirten vorne nicht abseits schlafend, sondern bei seiner Herde stehend, und anstelle der Schafe erscheinen Ziegen. Im Mittelgrund zeigen sich nur drei Männer mit der Verladung von Fässern beschäftigt, und die beiden Träger wurden weggelassen (Albertina-Exemplar: Div. Sch., Bd. 51, Bl. 19).
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 33, Nr. 55.
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