Kopie nach Carl Philipp Fohr: Schriesheim am Neckar mit der Strahlenburg
Christian Haldenwang
um 1815
Das Blatt wurde als Werk von Theodor Verhas erworben. Tatsächlich dürfte es sich jedoch um eine Kopie von Christian Haldenwang nach Carl Philipp Fohrs Aquarell in Heidelberg handeln (vgl. AK Heidelberg 1968, Nr. 72; Abb. in Kat. C. G. Boerner, Nr. 204, Leipzig 1941, Nr. 97, Taf. 35). Haldenwang hat einen Stich im Großherzoglich Hessischen Hofkalender für das Jahr 1815, Nr. 4, geschaffen, der mit dem Motivbestand von Fohrs Aquarell genau übereinstimmt. Nur der am Tor lehnende Mann fehlt. Gerade dieses Detail kennzeichnet nun ebenfalls die vorliegende Zeichnung. Obwohl diese in den Maßen von dem kleineren Kupferstich (70 x 94 mm) doch deutlich abweicht, dürfte sie annähernd gleichzeitig entstanden sein. Die Eigenart der Umrisszeichnung entspricht Haldenwangs Arbeitsweise, wie sie zum Beispiel auch in seinen Vorzeichnungen zur Reproduktion der Tageszeiten von Claude Lorrain und in einem Blatt nach Ruisdael im Kupferstichkabinett der Karlsruher Kunsthalle belegt ist (Theilmann/Ammann/Karlsruhe 1978, Nr. 1393-97, Abb. Bd. 2, S. 137f.).
zitiert aus: Konrad Oberhuber (Hg.), Maren Gröning, Marie Luise Sternath (Bearb.), Die deutschen und Schweizer Zeichnungen des späten 18. Jahrhunderts, Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Graphischen Sammlung Albertina, Bd. IX, Wien u.a. 1997, S. 71, Nr. 184.
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