Bildnis des Bruders des Künstlers, Karl Müller
Johann Friedrich Wilhelm Müller
vor 1806
Karl (1787 - 1806) war der leibliche Bruder von Johann Friedrich Wilhelm (geb.1782) und der zweite Sohn aus der zweiten Ehe von Johann Gotthard von Müller mit Rosine Schott. Er "sollte Kauffmann werden und war in Schröder's Handlung in Leipzig untergebracht" (Berthold Pfeiffer. Die Kupferstecher Johann Gotthard Müller und Friedrich Müller, in: Württembergische Vierteljahrshefte für Landesgeschichte, Jg.4, 1881, S.270).
Als Maler (vgl. traditionelle Bildunterschrift) ist von den Brüdern Friedrich Wilhelms hingegen nur der jüngste, Eduard Christian, überliefert, der, 1798 geboren, 1819 in Zürich starb. Beide Brüder sind jedoch darüberhinaus biographisch kaum dokumentiert. Nach dem, was von den Reisen Friedrich Wilhelms bekannt ist, könnte er Karl oder Eduard Christian vor seinem Parisaufenthalt 1802-06 in Stuttgart gesehen haben, jedoch nur Eduard Christian auch danach, weil Karl 1806 in Leipzig verstarb. Eduard Christian wäre damals allerdings erst 4 (1802) bzw. 8-10 (1806-08) Jahre alt gewesen. Auch auf seinem Weg nach und von Italien hätte Friedrich Wilhelm mit Eduard Christian in Stuttgart (?) oder in Zürich (?) nur einen 10-11jährigen Knaben angetroffen.
Da das vorliegende Blatt aufgrund eines Stilvergleichs mit der 1808 entstandenen Porträtzeichnung des Vaters Johann Gotthard in Stuttgart (Staatsgalerie, Graphische Sammlung, Inv.C49/151; Gauss/Stuttgart 1976, S.134, Abb.1015) in das erste Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts datiert werden könnte, müßte mit dem Dargestellten im vorliegenden Fall doch Karl angesprochen werden. Karl wäre vor der Parisreise von Friedrich Wilhelm 1802 15 Jahre alt gewesen und stand vielleicht gerade vor dem Antritt seiner kaufmännischen Lehre in Leipzig.
Als Maler (vgl. traditionelle Bildunterschrift) ist von den Brüdern Friedrich Wilhelms hingegen nur der jüngste, Eduard Christian, überliefert, der, 1798 geboren, 1819 in Zürich starb. Beide Brüder sind jedoch darüberhinaus biographisch kaum dokumentiert. Nach dem, was von den Reisen Friedrich Wilhelms bekannt ist, könnte er Karl oder Eduard Christian vor seinem Parisaufenthalt 1802-06 in Stuttgart gesehen haben, jedoch nur Eduard Christian auch danach, weil Karl 1806 in Leipzig verstarb. Eduard Christian wäre damals allerdings erst 4 (1802) bzw. 8-10 (1806-08) Jahre alt gewesen. Auch auf seinem Weg nach und von Italien hätte Friedrich Wilhelm mit Eduard Christian in Stuttgart (?) oder in Zürich (?) nur einen 10-11jährigen Knaben angetroffen.
Da das vorliegende Blatt aufgrund eines Stilvergleichs mit der 1808 entstandenen Porträtzeichnung des Vaters Johann Gotthard in Stuttgart (Staatsgalerie, Graphische Sammlung, Inv.C49/151; Gauss/Stuttgart 1976, S.134, Abb.1015) in das erste Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts datiert werden könnte, müßte mit dem Dargestellten im vorliegenden Fall doch Karl angesprochen werden. Karl wäre vor der Parisreise von Friedrich Wilhelm 1802 15 Jahre alt gewesen und stand vielleicht gerade vor dem Antritt seiner kaufmännischen Lehre in Leipzig.
Künstler:in
Johann Friedrich Wilhelm Müller
(Stuttgart 1782 - 1816 Sonnenstein (Pirna))
Datevor 1806
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesSchwarze Kreide
Dimensions23,4 × 17,6 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number6034
InscribedMi. u.: "Friedrich Müller. Bildnis seines Bruders Charles, Malers in Frankfurt" (Bleist.)
Provenance
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/18978/bildnis-des-bruders-des-kunstlers-karl-mullerImage RequestLast edited19.05.2020