Gebirgslandschaft bei Olevano
Theodor Rehbenitz
1819 ?
Der Standpunkt des Zeichners könnte bei der Casa Baldi in Olevano gelegen haben. Man blickt in der Mitte auf das Bergstädtchen Pagliano, dahinter sind die Volkser Berge gebreitet.
Für #Johann Martin Rohden, als dessen Arbeit das vorliegende Blatt erworben wurde, erscheint die kompositionelle Anlage, die tektonische Ordnung der Landschaft viel zu unausgeprägt und weich. Selten findet man bei ihm zudem einen solch vielfältigen Fernblick ohne Vordergrundkulisse.
Die feine Differenzierung der Zeichnung wirkt beim näheren Hinsehen durchaus intensiv, wenn auch sehr zart, und, wie angedeutet, im Gefühl für den statisch-architektonischen Ausgleich der Geländemassen eigenartig schwach. Diese Labilität unterscheidet die "Handschrift" dieses Blattes z. B. spürbar von Arbeiten Julius Schnorr von Carolsfelds oder Heinrich Reinholds. Von der Weichheit der Modulierung bzw. der Abschattierung der in die Tiefe gestaffelten Terrainwellen und Bergzüge her kämen noch Vergleiche mit Zeichnungen #Franz Hornys oder #Friedrich Oliviers in Frage. Vor allem in Bezug auf Horny vermisst man aber hier eine freiere lineare Stilisierung der Natur wie überhaupt ein eigenwirksames Linienwerk. Weder mit Hornys noch mit Friedrich Oliviers Handschrift läßt sich schließlich ein so charakteristisches Merkmal wie die kleinen wölkchenförmigen Schematisierungen von Baumstellungen und Buschreihen im Vorder- und Mittelgrund vereinbaren.
Das nicht reizlose, stilistisch aber in seiner Verbindung von formelhafter Schematisierung und "kläubelnder" Durchführung etwas gemischte Blatt erscheint vom Temperament her am ehesten mit Theodor Rehbenitz assoziierbar, der sich im Sommer 1819 auf Einladung #Carl Friedrich von Rumohrs hin in Olevano aufhielt.
Für #Johann Martin Rohden, als dessen Arbeit das vorliegende Blatt erworben wurde, erscheint die kompositionelle Anlage, die tektonische Ordnung der Landschaft viel zu unausgeprägt und weich. Selten findet man bei ihm zudem einen solch vielfältigen Fernblick ohne Vordergrundkulisse.
Die feine Differenzierung der Zeichnung wirkt beim näheren Hinsehen durchaus intensiv, wenn auch sehr zart, und, wie angedeutet, im Gefühl für den statisch-architektonischen Ausgleich der Geländemassen eigenartig schwach. Diese Labilität unterscheidet die "Handschrift" dieses Blattes z. B. spürbar von Arbeiten Julius Schnorr von Carolsfelds oder Heinrich Reinholds. Von der Weichheit der Modulierung bzw. der Abschattierung der in die Tiefe gestaffelten Terrainwellen und Bergzüge her kämen noch Vergleiche mit Zeichnungen #Franz Hornys oder #Friedrich Oliviers in Frage. Vor allem in Bezug auf Horny vermisst man aber hier eine freiere lineare Stilisierung der Natur wie überhaupt ein eigenwirksames Linienwerk. Weder mit Hornys noch mit Friedrich Oliviers Handschrift läßt sich schließlich ein so charakteristisches Merkmal wie die kleinen wölkchenförmigen Schematisierungen von Baumstellungen und Buschreihen im Vorder- und Mittelgrund vereinbaren.
Das nicht reizlose, stilistisch aber in seiner Verbindung von formelhafter Schematisierung und "kläubelnder" Durchführung etwas gemischte Blatt erscheint vom Temperament her am ehesten mit Theodor Rehbenitz assoziierbar, der sich im Sommer 1819 auf Einladung #Carl Friedrich von Rumohrs hin in Olevano aufhielt.
Zugeschrieben an
Theodor Rehbenitz
(Borstel (Holstein) 1791 - 1861 Kiel)
Vormals zugeschrieben an
Johann Martin von Rohden
(Kassel 1778 - 1868 Rom)
Date1819 ?
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesBleistift
Dimensions174 x 272 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number23260
Inscribedre. u.: "Olevano" (Bleist.)
Provenance
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/19256/gebirgslandschaft-bei-olevanoImage RequestLast edited28.03.2012