Entwurf zu einem Gemälde im Weimarer Schloß: Herzog Wilhelm fällt im Tambachgrund die erste Tanne zum Schloßbau
Ernst Christian Johann Friedrich Preller der Ältere
um 1836
Zusammen mit dem Landschaftsmaler #Adolph Kaiser wurde Preller Anfang 1835 durch #Großherzogin Maria Pawlowna mit der Ausstattung des Conseilsaals im Weimarer Residenzschloss mit thüringischen Veduten bzw. patriotisch-historischen Landschaftsbildern beauftragt. Zwischen 1835 und ca. 1850 schuf Preller sechs Gemälde. Die vorliegende Zeichnung und Inv. 29095 in der Albertina stellen Entwürfe zu dem Bild "Fällung des ersten Baumes für den Schloßneubau in Weimar durch Herzog Wilhelm 1651" dar.
Im Juli 1836 schrieb Preller an Ludwig Schorn: "Was ich jetzt nun angefangen, ist ein nicht minder bekannter Gegenstand, d i e h o h e E i c h e genannt." (zit. nach Weinrautner 1996, S. 39, Anm. 150). Zusammen mit den drei von Weinrautner angeführten Vorzeichnungen gehört die vorliegende zu einer Phase der Bildentwicklung, die noch von der Vorstellung des "ersten Baumes" als Eiche, wie ja auch in dem zitierten Brief angesprochen, geprägt war. Wann dieses zentrale Motiv - vielleicht in Anspielung auf den Ortsnamen von Tannroda, wo das legendäre Geschehen stattfand - durch eine Tanne ersetzt wurde, ist nicht bekannt. Das fertige Gemälde (Weinrautner 1996, Kat. Nr. 194) ist 1850 datiert. Weinrautner hat leider nicht versucht, eine Chronologie im Wechsel von Prellers Konzeptionen bzw. der Themenstellung durch seine Auftraggeberin zu rekonstruieren (vgl. Gensel 1904, S. 51).
Im Juli 1836 schrieb Preller an Ludwig Schorn: "Was ich jetzt nun angefangen, ist ein nicht minder bekannter Gegenstand, d i e h o h e E i c h e genannt." (zit. nach Weinrautner 1996, S. 39, Anm. 150). Zusammen mit den drei von Weinrautner angeführten Vorzeichnungen gehört die vorliegende zu einer Phase der Bildentwicklung, die noch von der Vorstellung des "ersten Baumes" als Eiche, wie ja auch in dem zitierten Brief angesprochen, geprägt war. Wann dieses zentrale Motiv - vielleicht in Anspielung auf den Ortsnamen von Tannroda, wo das legendäre Geschehen stattfand - durch eine Tanne ersetzt wurde, ist nicht bekannt. Das fertige Gemälde (Weinrautner 1996, Kat. Nr. 194) ist 1850 datiert. Weinrautner hat leider nicht versucht, eine Chronologie im Wechsel von Prellers Konzeptionen bzw. der Themenstellung durch seine Auftraggeberin zu rekonstruieren (vgl. Gensel 1904, S. 51).
Künstler:in
Ernst Christian Johann Friedrich Preller der Ältere
(Eisenach 1804 - 1878 Weimar)
Dateum 1836
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Braun, laviert, über Bleistift auf braunem Papier; Bleistifteinfassungslinie
Dimensions292 x 223 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number24620
Markingsr.u. Gustav Engelbrecht (L. 1148)
Bibliography
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/19455/entwurf-zu-einem-gemalde-im-weimarer-schlo-herzog-wilhelmImage RequestLast edited04.04.2012