Aktstudie zur Figur der hl. Helena zum ehemaligen Fresko in der Helenenkapelle des Speyerer Domes
Johann von Schraudolph
1847-1848
Die Helenenkapelle ist die östliche Kapelle des Südquerarmes des Doms von Speyer. Das Fresko wurde zwischen 1957 und 1961 wie der gesamte spätnazarenische Bilderschmuck mit Ausnahme der Darstellungen im Mittelschiff des Doms abgeschlagen.
Schraudolph hatte 1843 vom bayerischen König Ludwig I. den Auftrag zur Ausmalung der Kirche erhalten. 1844 wurde ein entsprechender Vertrag geschlossen. In planvoll aufeinanderfolgenden Arbeitsabschnitten wurden die Fresken zwischen 1846 und 1853, 1862 auch noch das Bodenfeld über dem Hauptportal der neu ausgebauten Westseite, fertiggestellt. Dabei zeichnete Schraudolph die Entwürfe und Studien immer jeweils zwischen den Arbeitsabschnitten für die nächsten Bildkompositionen. Dies geschah in der Regel über den Winter in München. Nach der Approbation der Entwürfe durch den König wurden die Kartons angefertigt, was mit Ausnahmen - bereits wie die vollständige Ausführung im Fresko - den Gehilfen Schraudolphs überlassen war. Einzelne Figurenstudien wie der vorliegende Frauenakt unternahm Schraudolph zwischen den kleinen Modellos der Bildkompositionen, die er dem König zur Begutachtung vorlegte, und der Übertragung in die Kartons. Der Überlieferung nach dienten ihm hierführ verschiedene Personen aus der Nachbarschaft seines Ateliers in Speyer (vgl. Schönenberg 1989, S. 51-53). So soll ihm für die vorliegende Studie eine junge Frau namens Liesel Lenz gestanden haben, deren Körperbild er allerdings dann mit einem anderen Kopf kombinierte (Schönenberg 1989, S. 63, Anm. 178).
Die Entwürfe für die Fresken im Querhaus des Doms hatte Ludwig I. im November 1847 genehmigt. Vollendet waren die Wandbilder schon im November des folgenden Jahres. Innerhalb dieser Spanne muß also auch die vorliegende Zeichnung entstanden sein (vgl. Schönenberg 1989, S. 61, 70).
Schraudolph hatte 1843 vom bayerischen König Ludwig I. den Auftrag zur Ausmalung der Kirche erhalten. 1844 wurde ein entsprechender Vertrag geschlossen. In planvoll aufeinanderfolgenden Arbeitsabschnitten wurden die Fresken zwischen 1846 und 1853, 1862 auch noch das Bodenfeld über dem Hauptportal der neu ausgebauten Westseite, fertiggestellt. Dabei zeichnete Schraudolph die Entwürfe und Studien immer jeweils zwischen den Arbeitsabschnitten für die nächsten Bildkompositionen. Dies geschah in der Regel über den Winter in München. Nach der Approbation der Entwürfe durch den König wurden die Kartons angefertigt, was mit Ausnahmen - bereits wie die vollständige Ausführung im Fresko - den Gehilfen Schraudolphs überlassen war. Einzelne Figurenstudien wie der vorliegende Frauenakt unternahm Schraudolph zwischen den kleinen Modellos der Bildkompositionen, die er dem König zur Begutachtung vorlegte, und der Übertragung in die Kartons. Der Überlieferung nach dienten ihm hierführ verschiedene Personen aus der Nachbarschaft seines Ateliers in Speyer (vgl. Schönenberg 1989, S. 51-53). So soll ihm für die vorliegende Studie eine junge Frau namens Liesel Lenz gestanden haben, deren Körperbild er allerdings dann mit einem anderen Kopf kombinierte (Schönenberg 1989, S. 63, Anm. 178).
Die Entwürfe für die Fresken im Querhaus des Doms hatte Ludwig I. im November 1847 genehmigt. Vollendet waren die Wandbilder schon im November des folgenden Jahres. Innerhalb dieser Spanne muß also auch die vorliegende Zeichnung entstanden sein (vgl. Schönenberg 1989, S. 61, 70).
Künstler:in
Johann von Schraudolph
(Oberstdorf im Allgäu 1808 - 1879 München)
Date1847-1848
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesBleistift, auf gelblichem Papier
Dimensions359 x 217 mm
CreditALBERTINA, Wien
Object number29085a
Inscribedl.u. Inv. Nr.
Signedre. u.: "Schraudolph" (Bleist.)
Bibliography
IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/20613/aktstudie-zur-figur-der-hl-helena-zum-ehemaligen-fresko-inImage RequestLast edited27.10.2016