Michel Corneille d.J., Acis und Galathea flüchten vor Polyphem, Inv. Nr.: 2817
Acis und Galathea flüchten vor Polyphem
Michel Corneille d.J., Acis und Galathea flüchten vor Polyphem, Inv. Nr.: 2817
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Acis und Galathea flüchten vor Polyphem

Michel Corneille d.J.




Künstler:in (Paris 1642 - 1708 Paris)
Traditionelle Zuschreibung (Parma 1582 - 1647 Rom)
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Braun, Pinsel in Braun, braun laviert
Dimensions20,1 x 26,6 cm
CreditALBERTINA, Wien
Object number2817
Inscribedr.u. "Lanfranco" (Feder)
Markingsl.u. Graf Moriz von Fries (Lugt 2903); r.u. Marquis de Lagoy (Lugt 1710); r.u. Herzog Albert von Sachsen-Teschen (Lugt 174)
Text

Zu den Zeichnungen F. 813-816 (Inv. 31520, Inv. 2185, Inv. 2817, Inv. 11426) generell siehe Inv. 31520.

Zum Blatt: Obwohl aufgrund seiner traditionellen Zuschreibung an Lanfranco bereits im Generalverzeichnis der italienischen Zeichnungen der Albertina vermerkt (siehe Birke, Kertesz 1995, III, Nr. 2817) wird dieses Ovids Metamorphosen (XIII, 751ff.) illustrierende Blatt wegen seiner Neuzuschreibung an Michel Corneille II (Hofmann, Davidson und Oberhuber) auch in den Bestandskatalog der französischen Schule aufgenommen. Der Louvre besitzt eine Kopie (Inv. Nr. 25456; GM 2338) des vorliegenden Blattes und zwei Varianten (Inv. Nr. 25457; GM 2339 und Inv. Nr. 25458, GM 2340), deren Zuschreibung an Corneille aufgrund des Vergleiches mit dem Albertina-Blatt angezweifelt werden muss. Die Strichführung auf der Zeichnung der Albertina ist überzeugender, und die Helldunkelverhältnisse der Darstellung sind glaubhafter herausgearbeitet. Eine im Cahier vermerkte Notiz, wonach die Zeichnung aus der Sammlung Mignards ("portant la marque du Cabinet Mignard") stammt, scheint uns dubios. Zum einen gibt es keine Marke der Sammlung Mignard, und zum anderen glauben wir nicht, dass eine Zeichnung Michel Corneilles mit einer ursprünglich irrtümlichen Zuschreibung an Lanfranco Eingang in die Sammlung des Lehrers Corneilles, Pierre Mignard, gefunden hätte. Pierre Mignard hatte im übrigen nachweislich Zeichnungen der Carracci besessen, die er aus Rom nach Paris gebracht hatte und die über den bekannten Antiquar Angeloni von Mignards Erben an Crozat bzw. mutmaßlich an Charles-Antoine Coypel verkauft wurden (siehe Boyer 1982, p.157,[181] und [182]).


Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 147, Nr. 815.

Catalogue raisonné
  • Wickhoff 1891, SL 255
  • Stix 1941, 374
  • Birke/Kertesz III
  • Widauer 2004, F 815
  • Historical Attributions
  • Lanfraco, Giovanni (traditionell, Wickhoff, Stix)
  • Zuschreibung von Knab
  • Provenance
  • Cabinet Mignard ? (laut Cahier)
  • Marquis de Lagoy
  • Moriz von Fries
  • Albert von Sachsen-Teschen
  • Online resources
    IIIF Logo IIIFPermalinkhttps://sammlungenonline.albertina.at/objects/22200/acis-und-galathea-fluchten-vor-polyphemImage Request
    Last edited30.11.2021