Gabriel Huquier, Liegender Knabe mit Stundenglas, Inv. Nr.: 27690
Liegender Knabe mit Stundenglas
Gabriel Huquier, Liegender Knabe mit Stundenglas, Inv. Nr.: 27690
Credit: ALBERTINA, Wien Image: ALBERTINA, Wien

Liegender Knabe mit Stundenglas

Gabriel Huquier




Künstler:in (Orléans 1695 - 1772 Paris)
Kopie nach (Metz 1637 - 1714 Paris)
Kopie nach (Nürnberg 1502 - 1540 Bologna)
Traditionelle Zuschreibung (Metz 1637 - 1714 Paris)
Object TypeZeichnung
Object typeDrawing
Materials / TechniquesFeder in Braun, Pinsel in Schwarz, grau laviert, auf mehreren Untersatzpapieren aufgezogen
Dimensions5,7 x 7,4 cm (weißes Untersatzpapier)
6,3 x 7,8 cm (blaues Untersatzpapier)
CreditALBERTINA, Wien
Object number27690
Inscribedr.u. "Seb. le clerc"; weißes Untersatzpapier: u. "S. le Clerc fec.t anno aetatis Sua 8°"
Markingskein Sammlerzeichen sichtbar
Text

Obwohl das Blatt in Metz 1937 (p. 75, Nr. 223) noch unter den "dessins sans doute non gravés" von Sebastien Leclerc vermerkt ist, steht nach Veröffentlichung eines identen Blattes von Bjurström (1976, Nr. 518) im Schwedischen Nationalmuseum in Stockholm (Inv.Nr. NM 28/1952) zweifelsfrei fest, daß die vorliegende Zeichnung der Albertina eine Nachzeichnung Gabriel Huquiers darstellt. Jombert (1774, pp. 2/3, Anm. 2) erwähnt zwei Zeichnungen nach einem Kupferstich von Bartholomäus Beham (Bartsch 28). Beide Zeichnungen geben nur den linken oberen Anteil mit einem neben einem Stundenglas schlafenden Knaben aus Behams Kupferstich, einer Allegorie der Vergänglichkeit, wieder. Die in Stockholm aufbewahrte Original-Zeichnung von Leclerc trägt die Bezeichnung ,,S. le Clerc" und "à 8 ans" und ist die Vorzeichnung zu einer seiner Radierungen (Jombert 27. 9). Huquier erwarb sie von Leclercs Sohn, dem Abbe Laurent Leclerc, und verkaufte sie an Jombert weiter. Offenbar hat Huquier das Blatt kopiert, als es sich in seinem Besitz befand (während seines Aufenthalts in Orléans, als er seinen Sohn besuchte; siehe Bjurstöm 1976, Nr. 518), und es möglicherweise selbst mit "S le Clerc fecit anno aetatis suae 8°" bezeichnet. Die Nachzeichnung Huquiers gelangte offenbar über Dezallier d'Argenville in die Sammlung der Madame de Bandeville und von dort über Moriz von Fries und die Kaiserliche Hofbibliothek in die Albertina.



Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 253, Nr. 1156.




Catalogue raisonné
  • Widauer 2004, F 1156
  • Bibliography
  • Jombert 1774, I, p. XXXIV, Anm. 1 (Erwähnung) und pp. 2/3, Anm. 2
  • Metz 1937, p. 2, Abb. (p. 1) und p. 75, Nr. 223
  • Bjurström 1976, Nr. 518 (Erwähnung)
  • Provenance
  • Dezallier d'Argenville (Lugt 2951 als Crozat)
  • Madame de Bandeville (nicht in Lugt)
  • Moriz von Fries (Lugt 2903)
  • Kaiserliche Hofbibliothek (Lugt 1259)

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    Last edited14.05.2025