Gastmahl bei Simon
Raymond Lafage
Das Musée Fabre in Montpellier besitzt ein gleich großes Blatt (Inv.Nr. 1585) mit identer Komposition der in den Evangelien von Markus (14, 3) und
Matthäus (26, 6) beschriebenen Begebenheit; es scheint uns eher eine Kopie als eine Replik der vorliegenden Zeichnung zu sein. Stilistisch teilt die Albertina-Zeichnung die ganz auf optischen Eindruck abzielende, anämische Strichführung und die die Formen teilweise überlagernde transparente Lavierung mit einer Zeichnung im British Mu.seum (siehe Whitman 1963, p. 21, Abb. 8) desselben Themas und einem weiteren Blatt der Albertina ("Die Taufe Christi"; siehe F. 947/Inv. 11881).
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 184f., Nr. 948.
