Tod Laokoons und seiner Söhne
Anonym
Zu den Blättern nach Raymond Lafage generell siehe den Eintrag bei Inv. 11877.
Zum Blatt: Nicht zuletzt die auf Lafages Zeitgenossen Pierre Crozat zurückgehende Provenienz einer mit diesem Blatt identen Zeichnung im Schwedischen Nationalmuseum in Stockholm (Inv.Nr. NM 2684/1863) spricht dafür, daß die vorliegende Zeichnung der Albertina als Kopie einzuschätzen ist (siehe auch Mesuret 1962, p. 55, Arvengas 1965, pp. 31/32 und Bjurström 1976, Nr. 408). Die Strichführung ist trotz ihrer Lebendigkeit gegenüber jener des von Bjurström (1976, Nr. 408) um 1678/79 datierten Stockholmer Blattes gröber. Dazu meinen wir, einige zeichnerische Schwächen zu erkennen, so z.B. bei dem mit beiden Armen eine Schlange von seinem Kopf abwehrenden Sohn unmittelbar hinter dem im Vordergrund liegenden Laokoon. Möglicherweise bereitete die Zeichnung der Albertina die von Johann Gottlieb Prestel 1785 ausgeführte Aquatintaradierung vor.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 189, Nr. 963.
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