Titanensturz
Antoine Rivalz
1694
Diese Zeichnung besitzt so enge stilistische, thematische und kompositionelle Übereinstimmungen mit dem mit dem zweiten Preis ausgezeichneten Blatt der Lukasakademie in Rom (siehe Cipriani, Valeriani 1988, I, A. 103 und Toulouse 1992, Abb. p. 145), daß es sich um eine Variante bzw. höchstwahrscheinlich sogar um einen vorbereitenden Entwurf dafür handeln könnte. Die unmittelbare Nähe zu dem auch heute noch in der Lukasakademie aufbewahrten Blatt läßt auch die Zeichnung der Albertina mit 1694 datieren. Penent (in: Toulouse 1992, p. 144, unter Nr. 108) erwähnt im Zusammenhang mit einer weiteren Zeichnung Rivalz' im Musée Paul Dupuy in Toulouse, "Sturz der bösen Engel", das preisgekrönte Blatt in Rom und eine damit verbundene,im Nachlaßkatalog von P. Rivalz (Rivalz [Catalogue] Nr. X) erwähnte erste Version "sur du papier gris lavé à l'encre de la Chine, & réhaussé de blanc au pinceau". Möglicherweise ist dieses bisher nur dokumentarisch bekannte Blatt mit der hier katalogisierten Zeichnung der Albertina ident.
Klaus Albrecht Schröder (Hg.), Heinz Widauer (Bearb.), Die französischen Zeichnungen der Albertina. Vom Barock bis zum beginnenden Rokoko. Beschreibender Katalog der Handzeichnungen in der Albertina, Bd. X, Wien/Köln/Weimar 2004, S. 205, Nr. 1002.
